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Neuer Aufschub für Richard Glossip

Hinrichtung verschoben Neuer Aufschub für Richard Glossip

Die Hinrichtung des US-Amerikaners Richard Glossip ist ein zweites Mal verschoben worden – und wieder erst wenige Stunden, bevor er die Giftspritze bekommen sollte. An seiner Schuld bestehen erhebliche Zweifel.

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Richard E. Glossip sollte schon Mitte September hingerichtet werden. Dann wurde die Exekution um zwei Wochen verschoben – und jetzt noch einmal.

Quelle: afp

Oklahoma City. Der 52-Jährige sollte am Mittwochnachmittag im Staatsgefängnis von Oklahoma mit einer Giftinjektion hingerichtet werden. Gouverneurin Mary Fallin gab kurz vorher aber einen Aufschub von 37 Tagen bekannt. Bis dahin solle geprüft werden, ob der geplante tödliche Giftcocktail rechtlich zulässig ist.

Die Hinrichtung war Mitte September bereits um zwei Wochen aufgeschoben worden, um neue Beweise zu prüfen. Das Oberste Gericht der USA hatte dann einen letzten Einspruch abgelehnt. Angehörige erwarteten vor dem Gebäude bereits die Hinrichtung.

Klage gegen Medikament

Glossip ist angeklagt, für den Mord an einem Motelbesitzer verantwortlich zu sein. Zu den Beweisen zählten Aussagen eines ehemaligen Häftlings. Er wollte im Gefängnis gehört haben, wie ein Insasse prahlte, Glossip den Mord in die Schuhe geschoben zu haben. Der Mann sitzt eine lebenslange Haftstrafe dafür ab, den Mord ausgeführt zu haben – er beteuert, Glossip habe ihn angestiftet.

Glossips Verteidiger hatten entlastende Indizien zusammengetragen, Prominente wie Susan Sarandon setzten sich für ihn ein. Glossip hatte gegen die Verwendung des Medikaments Midozalam geklagt, weil es bei anderen zu einem besonders qualvollen Tod geführt hatte. Das höchste US-Gericht entschied dagegen. Die Todesstrafe ist in 31 der 50 US-Bundesstaaten und auf Bundesebene erlaubt. Bei vielen Verurteilten stellt sich nachträglich heraus, dass sie unschuldig waren.

Von Martin Bialecki

 

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