Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Neuer Aufschub für Richard Glossip
Nachrichten Panorama Neuer Aufschub für Richard Glossip
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:09 01.10.2015
Richard E. Glossip sollte schon Mitte September hingerichtet werden. Dann wurde die Exekution um zwei Wochen verschoben – und jetzt noch einmal. Quelle: afp
Anzeige
Oklahoma City

Der 52-Jährige sollte am Mittwochnachmittag im Staatsgefängnis von Oklahoma mit einer Giftinjektion hingerichtet werden. Gouverneurin Mary Fallin gab kurz vorher aber einen Aufschub von 37 Tagen bekannt. Bis dahin solle geprüft werden, ob der geplante tödliche Giftcocktail rechtlich zulässig ist.

Die Hinrichtung war Mitte September bereits um zwei Wochen aufgeschoben worden, um neue Beweise zu prüfen. Das Oberste Gericht der USA hatte dann einen letzten Einspruch abgelehnt. Angehörige erwarteten vor dem Gebäude bereits die Hinrichtung.

Klage gegen Medikament

Glossip ist angeklagt, für den Mord an einem Motelbesitzer verantwortlich zu sein. Zu den Beweisen zählten Aussagen eines ehemaligen Häftlings. Er wollte im Gefängnis gehört haben, wie ein Insasse prahlte, Glossip den Mord in die Schuhe geschoben zu haben. Der Mann sitzt eine lebenslange Haftstrafe dafür ab, den Mord ausgeführt zu haben – er beteuert, Glossip habe ihn angestiftet.

Glossips Verteidiger hatten entlastende Indizien zusammengetragen, Prominente wie Susan Sarandon setzten sich für ihn ein. Glossip hatte gegen die Verwendung des Medikaments Midozalam geklagt, weil es bei anderen zu einem besonders qualvollen Tod geführt hatte. Das höchste US-Gericht entschied dagegen. Die Todesstrafe ist in 31 der 50 US-Bundesstaaten und auf Bundesebene erlaubt. Bei vielen Verurteilten stellt sich nachträglich heraus, dass sie unschuldig waren.

Von Martin Bialecki

 

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zu viel der Ehre? Ausgerechnet am australischen Nationalfeiertag hatte der damalige Premier Abbott den britischen Prinzen Philip, Ehemann der Queen, zum Ritter geschlagen. Prompt fielen Politiker und Medien des Landes über den bekennenden Monachrchisten her. Nun gibt sich Abbott geschlagen.

01.10.2015

Der Trend zur Kreuzfahrt ist ungebrochen. In der Saison 2016 werden elf neue Schiffe auf den Weltmeeren unterwegs sein. Die Anbieter übertreffen sich gegenseitig mit Highlights.

01.10.2015

In Finnland hat ein 24-jähriger Krankenpfleger 27 zumeist hilflose Senioren missbraucht. Dafür muss er nun jahrelang ins Gefängnis. Die Höchststrafe verhängte das Gericht allerdings nicht.

01.10.2015
Anzeige