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Neuer Prozess um zerstückelte Leiche

Landgericht Dresden Neuer Prozess um zerstückelte Leiche

Ein Polizist, der die Leiche eines Geschäftsmanns aus Hannover zerstückelt haben soll, muss sich ab heute erneut vor Gericht verantworten. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs wird der Fall neu aufgerollt. Der Angeklagte hofft auf Freispruch.

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Dem Angeklagten Detlev G. (r.) werden am Landgericht in Dresden die Handschellen abgenommen.
 

Quelle: dpa/Archiv

Dresden/Hannover. In Dresden muss sich seit gestern erneut ein ehemaliger Polizist vor dem Landgericht verantworten, weil er den hannoverschen Geschäftsmann Wojciech S. 2013 getötet, die Leiche zerstückelt und teilweise auf einem Grundstück im Gimmlitztal im Erzgebirge vergraben haben soll. Der Prozess begann mit der Verlesung der Anklage, der Beschuldigte Detlev G. soll nach Angaben einer Gerichtssprecherin noch keine Aussage gemacht haben. Ein Urteil wird frühestens im Januar erwartet.

G. war im vergangenen Jahr zu einer Haftstrafe von achteinhalb Jahren unter anderem wegen Mordes verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) kassierte das Urteil jedoch ein, wodurch der Prozess neu aufgerollt werden musste. Der BGH befand unter anderem, dass das Landgericht nicht ausreichend geprüft habe, ob sich Wojciech S. selbst durch Strangulation getötet habe, wie G. ausgesagt hatte. Sollte allerdings G. den Mann getötet haben, so müsse er mit lebenslanger Haft bestraft werden. S. und G. hatten sich in einem sogenannten Kannibalenforum kennengelernt. S. soll den Wunsch gehegt haben, sich töten und essen zu lassen.

isc

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