Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Raubvögel sollen feindliche Drohnen abwehren
Nachrichten Panorama Raubvögel sollen feindliche Drohnen abwehren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:04 01.02.2016
Die niederländische Polizei testet Adler und andere Raubvögel als Mittel gegen feindliche Angriffe mit Drohnen. Quelle: Axel Heimken/dpa
Anzeige
Amsterdam

Vielleicht nimmt die niederländische Polizei bald Raubvögel in ihre Reihen auf – für die Abwehr von Terrorangriffen aus der Luft. Ein Spezialunternehmen bildet zum Beispiel Adler gerade dafür aus. "Es ist eine Low-Tech-Lösung für ein High-Tech-Problem", sagte der Direktor des Betriebes "Guard from Above", Sjoerd Hoogendoorn.

Für den Raubvogel ist die Drohne eine Beute

Es würden mehrere Arten Raubvögel getestet und trainiert, erklärte Hoogendoorn weiter. Bei der mehr als ein Jahr dauernden Ausbildung werde der Jagdinstinkt der Tiere genutzt. "Für die Vögel ist so eine Drohne wie eine Beute, die sie in der Luft packen und dann an einen sicheren Ort bringen." Dabei schützten die Krallen die Tiere. Außerdem arbeitete die Firma an weiteren Schutzmaßnahmen, wie sie in einer Mitteilung berichtet. Konkreter wurde Hoogendoorn nicht.

Screenshot aus einem Fernsehbeitrag: Adler und andere Raubvögel werden von einer Spezialfirma darauf trainiert, Drohne abzufangen. Quelle: NOS.nl/Screenshot

Die Polizei und die nationale Behörde zur Terrorismusbekämpfung wollen im Sommer über den Einsatz von Raubvögeln entscheiden. Die ersten Ergebnisse seien sehr vielversprechend, sagte ein Polizeisprecher in Driebergen bei Utrecht. In einem Fernsehbericht ist zu sehen, wie sich ein Raubvogel eine Drohne schnappt und mit ihr davon fliegt. Das Video davon finden Sie hier.

Sorgen um Sicherheit gibt es auch in Deutschland

Die niederländischen Sicherheitsbehörden testen auch andere Mittel gegen den Missbrauch der unbemannten Flugzeuge. Dazu gehörten Spezialdrohnen und Computerprogramme, mit denen eine feindliche Drohne umprogrammiert werden könne.

Auch in Deutschland und anderen Ländern wird über Abwehrsysteme gegen Drohnen diskutiert. Das Bundeskriminalamt (BKA) warnte schon 2012 vor Terroranschlägen mit Sprengstoff-Drohnen. Und Frankreich hatte nach Drohnenüberflügen von Atomanlagen seine nationale Forschungsagentur damit beauftragt, ein Abwehrsystem zur Entdeckung und Abwehr der Miniflieger zu entwickeln. Es gibt auch immer wieder Spekulationen, dass die Terrormiliz "IS" Drohnen einsetzt.

dpa/wer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wolfgang Rademann ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Der gebürtige Berliner war vor allem als Produzent des "Traumschiffs" und der "Schwarzwaldklinik" bekannt. Das ZDF ändert zu Rademanns Ehren das Programm.

04.05.2016

"Meine Cousins wollten mich an einen anderen Ort bringen, mich töten und dann in einem See oder Wald verscharren", erzählt der 24-jährige Hazhir aus dem Iran. Weil er schwul ist, musste er fliehen. In Nürnberg finden schwule und lesbische Flüchtlinge Zuflucht in Deutschlands erster Unterkunft für Homosexuelle.

01.02.2016

Die Bilder sind spektakulär, aber das Risiko ist hoch: "Rooftopper" klettern illegal und ohne Sicherung auf Hochäuser. Ein gefährlicher Trend, der für einige bereits tödlich endete.

01.02.2016
Anzeige