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Niedersachsen ist Mühlenland: 200 Schmuckstücke öffnen

Mühlentag Niedersachsen ist Mühlenland: 200 Schmuckstücke öffnen

Zum 16. Mühlentag am Pfingstmontag öffnen in Niedersachsen und Bremen 200 Wind- und Wassermühlen ihre Pforten für Besucher. Im Internationalen Mühlenmuseum in Gifhorn sind allein 15 Mühlen aus aller Welt im Original aufgebaut.

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Die griechische Mühle „Irini“ (von rechts) und die portugiesische Mühle „Anabela“gehören im Internationalen Mühlenmuseum Gifhorn zu insgesamt 15 Mühlen in Originalgröße.

Quelle: Holger Hollemann/lni

„In keinem anderen Bundesland stehen mehr Mühlen als bei uns“, sagt der Vorsitzende des Mühlenverbandes Niedersachsen/Bremen, Rüdiger Heßling am Dienstag in Bremen. Und das gelte nicht nur für die weithin sichtbaren Windmühlen, sondern auch für die oft etwas versteckt liegenden Wassermühlen. Der Verband hat rund 200 „freiwillige Müller“ ausgebildet, die in ihrer Freizeit historische Mühlen bedienen. Am Pfingstmontag werden sie den Besuchern fachkundig Fragen beantworten.

Im Internationalen Mühlenmuseum in Gifhorn sind allein 15 Mühlen aus aller Welt im Original aufgebaut, 50 Modelle dokumentieren zudem die Vielfalt der Bauwerke weltweit. Im Museumsdorf Cloppenburg können die Gäste drei große Windmühlen in genauen Augenschein nehmen. Bei der Kappenwindmühle von 1764 wird etwa für die Wartung der Mahlgang auseinandergebaut. Mitten in Bremen steht die fünfstöckige Holländermühle am Wall, die restaurierte Mühle mit Windrose und Jalousieflügeln ist voll funktionsfähig.

Doch auch viele kleine Schmuckstücke gibt es zu entdecken. In Liebenburg im Kreis Goslar steht etwa eine Bockwindmühle, deren Inventar noch komplett erhalten ist. In Hüven im Emsland gibt es die Wappenmühle des Verbandes zu bewundern, laut Heßling die einzige noch existierende kombinierte Wasser- und Windmühle.

Eine der wohl berühmtesten Mühlen Deutschlands ist in Ebergötzen im Kreis Göttingen zu bestaunen. Dort ist noch das Bauwerk erhalten, in dem der Dichter Wilhelm Busch seinen Spitzbuben Max und Moritz mit einem „Ricke-Racke“ ein Ende bereitete. Ganz in der Nähe sind auf dem Gelände des Europäischen Brotmuseums, das eine Dauerausstellung zur Geschichte des Brotes und der Müllerei beherbergt, zwei weitere Bauten zu besichtigen. Eine historische Bockwindmühle, die 1812 in Hotteln bei Hildesheim gebaut wurde, und eine aus Tirol stammende Wassermühle sind 2004 nach Ebergötzen umgesetzt worden.

Knapp die Hälfte der 200 geöffneten Mühlen liegen an der sogenannten Niedersächsischen Mühlenstraße. Die jeweils regional gegliederten Wegenetze geben Tipps über die Standorte von Mühlen, zeigen Wanderwege und Einkehrmöglichkeiten auf. Bundesweit öffnen nach Angaben der Deutschen Mühlengesellschaft rund 1000 Mühlen am Pfingstmontag ihre Pforten.

lni

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