Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Norweger finden deutsches Kriegsschiff
Nachrichten Panorama Norweger finden deutsches Kriegsschiff
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:03 24.06.2015
Die "Rio de Janeiro" wurde 1940 versenkt. Ein Teil der Besatzung überlebte und wurde von Norwegens Küstenbewohnern versorgt - also von den Menschen, die die Nazis später angriffen. Quelle: Wikimedia / NRK
Anzeige
Oslo

Das Dampfschiff war am 8. April 1940 von einem polnischen U-Boot vor Lillesand versenkt worden. Wie der Reichsantiquar (Chef der norwegischen Denkmalschutzbehörde) am Dienstag mitteilte, wurde das Wrack in 135 Metern Tiefe entdeckt.

Das Schiff war Teil der sogenannten Operation "Weserübung" und mit Soldaten und Torpedos für den Einmarsch in Norwegen beladen. Bei dem Angriff kamen 200 Mann Besatzung ums Leben, 183 überlebten und wurden von den Bewohnern von Lillesand und Høvag versorgt. Die ahnten damals nicht, dass Norwegen nur einen Tag später von den Nazis attackiert werden sollte.

Sechs Jahre lang suchten Hobby-Taucher nach dem Wrack. Nachdem die Schiffslaterne, in die eine Seriennummer gestanzt ist, geborgen wurde, waren sie sicher, die "Rio de Janeiro" gefunden zu haben. Nun suchen sie nach der Schiffsglocke, die der Kommune Lillesand übergeben werden soll.

Geborgen wird das Schiff nicht. "Wir möchten, dass das Wrack als Grabstätte für die Umgekommenen erhalten bleibt", sagte Reichsantiquar Ivar Nesse-Aarrestad dem norwegischen Rundfunk NRK. Dass das Wrack zum Anziehungspunkt für andere Taucher werde, fürchte er nicht. "Das Schiff liegt so tief und es ist schwer für Leute, so weit hinunterzukommen."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Panorama Angeklagt wegen Körperverletzung - Falscher Schönheitschirurg vor Gericht

Dutzende Schönheitsoperationen hat ein Mann vorgenommen, ohne Arzt zu sein. Am Mittwoch bedauerte der Angeklagte vor Gericht seine Taten. Er hatte Frauen in Hannover und Regensburg behandelt.

24.06.2015

Die ersten Stationen sind geschafft: Queen Elizabeth II. war bei Joachim Gauck, schipperte über die Spree und traf Angela Merkel. Das Wetter zeigte sich britisch-bedeckt, doch die Gäste ließen sich die gute Laune nicht verderben. Ein Thema aber überschattet den Besuch: die EU-Krise.

24.06.2015
Panorama In Frankfurt und in Berlin - Wo Sie die Queen sehen können

Wenn Sie Königin Elizabeth II. einmal selbst sehen wollen, haben Sie in dieser Woche noch zweimal die Möglichkeit dazu. Allerdings müssen Sie dafür früh aufstehen und wahrscheinlich auch weit fahren. Aber dafür können Sie der Queen dann winken. Vielleicht schüttelt sie Ihnen auch die Hand.

24.06.2015
Anzeige