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Oma von Gewichtheber stirbt beim Jubeln

Wahrscheinlich Herzinfarkt Oma von Gewichtheber stirbt beim Jubeln

Als ein thailändischer Gewichtheber bei den Olympischen Spielen in Rio die Bronzemedaille gewinnt, bricht seine Großmutter vor dem Fernseher zusammen und stirbt. Sie hatte ihren Enkel angefeuert – wahrscheinlich erlitt sie einen Herzinfarkt.

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Tragödie für Sinphet Kruaithong: Während der Thailänder in Rio Bronze holte, starb seine Großmutter daheim vor dem Fernseher – wahrscheinlich an einem Herzinfarkt.

Quelle: EPA/NIC BOTHMA

Rio/Bangkok. Die Großmutter des Gewichthebers Sinphet Kruaithong ist am Montag beim Jubeln über die Medaille ihres Enkels wahrscheinlich an einem Herzinfarkt verstorben. Ihren Tod bestätigte die lokale Polizei der Thai-Provinz Surin. Ein Polizeisprecher teilte mit: "Alles sieht zunächst nach einem Herzinfarkt aus. Aber wir sind nicht sicher, ob sie sich zu sehr aufgeregt hat oder vorher schon krank war."

"Er soll die Goldmedaille bringen"

Subin Khongthap, 84, hatte in Kruaithongs Heimatort den Endkampf von Rio de Janeiro vor einer Leinwand verfolgt. Kurz vor ihrem Zusammenbruch hatte sie noch ein Interview gegeben. "Ich feuere ihn an: kämpfe, kämpfe!", sagte sie. "Ich vermisse ihn und will, dass er erfolgreich ist. Er soll die Goldmedaille nach Hause bringen." Sinphet Kruaithong, 20, gewann in Rio Bronze in der Gewichtsklasse bis 56 Kilogramm. 

Die Goldmedaille gewann Long Qingquan, Der 25-Jährige siegte mit einem Zweikampfwert von 307 kg (137 kg Reißen + 170 kg Stoßen). Zweiter wurde Weltmeister Om Yun Chol (303 / 134 + 169), der Nordkorea das erste Edelmetall in Rio bescherte. Sinphet Kruaithong holte mit einem Zweokampfwert von  289 kg (132 + 157) Bronze. Deutsche Heber waren für diese Gewichtsklasse nicht qualifiziert.

Studie zeigt Anstieg von Herzinfarkten  

Vor einigen Jahren warnte die Deutsche Herzstiftung, dass spannende Fußballspiele im Fernsehen für Herzpatienten gefährlich werden könnten. Sie verwies auf eine Studie anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Wissenschaftlern der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hätten damals bei Männern mehr als dreimal so viele Herznotfälle während spannender Spiele beobachtet wie in vergleichbaren Kontrollzeiträumen ohne Fußballweltmeisterschaft.

Nicht alle Menschen seien gleichermaßen gefährdet, erklärte Thomas Meinertz, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung. "Ein Mensch mit einem gesunden Herz kann alleine durch die Aufregung beim Anschauen eines Fußballspiels normalerweise weder einen Herzinfarkt noch einen plötzlichen Herztod erleiden." Gefährdet seien aber Menschen mit einer Herzkrankheit.

dpa/sid/RND/wer

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