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Opfer von ungarischer Kamerafrau erhält Job

Flüchtling wird Trainer in Spanien Opfer von ungarischer Kamerafrau erhält Job

Der syrische Flüchtling, der an der serbisch-ungarischen Grenze von einer ungarischen Kamerafrau zu Fall gebracht worden war, bekommt einen Job als Fußballtrainer in Spanien.

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Die ungarische Kamerafrau hatte am 8. September an der serbischen Grenze Flüchtlinge angegriffen.

Quelle: Stephan Richter/Mediengruppe RTL/dpa

Madrid. Das Angebot kam von einem Ausbildungszentrum für Trainer im Madrider Vorort Getafe, nachdem dieses erfahren hatte, dass Osama Abdul Mohsen in Syrien Trainer des syrischen Erstligisten Al-Fotuwa aus Deir Essor war. "Wir sind eine staatliche Trainerschule, und da kamen wir auf die Idee, einem Kollegen zu helfen", sagte Schulleiter Miguel Angel Galán am Mittwoch im spanischen Rundfunk. Mohsen und zwei seiner Kinder sollten demnach in der Nacht zum Donnerstag in Madrid eintreffen.

Aufnahmen von Mohsen, wie er mit einem seiner Kinder im Arm über ein absichtlich gestelltes Bein einer ungarischen Kamerafrau stürzte, hatten Anfang September weltweit für Empörung gesorgt. Die Journalistin war nach dem Vorfall von ihrem Sender gefeuert worden. Sie hatte ihr Verhalten damit gerechtfertigt, dass sie Angst gehabt habe.

Nach Angaben von Schulleiter Galán reiste ein Arabisch sprechendes Mitglied seiner Trainerschule nach Deutschland, um den Syrer nach Spanien zu holen. Seine Frau und zwei weitere Kinder sollen demnach zu einem späteren Zeitpunkt aus der Türkei nachfolgen. Die Familie werde alles Wichtige für einen Neuanfang bekommen, sagte Galán weiter: "Eine Unterkunft, Nahrung, Kleidung und einen Job". Spanien hat sich zur Aufnahme von mehr als 17.000 Flüchtlinge in diesem Jahr bereit erklärt.

afp

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