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Zoo verteidigt Abschuss von Orang-Utan

Nach Ausbruch Zoo verteidigt Abschuss von Orang-Utan

Großalarm im Duisburger Zoo am Montagabend: Zwei Orang Utans waren durch ein Oberlicht ins Freie geklettert. Als ein Tier sogar über einen Außenzaun klettert, fallen Schüsse.

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Orang-Utans können bis zu 100 Kilo schwer werden.

Quelle: dpa /Symbolfoto

Duisburg. Die Flucht aus dem Zoo ist für einen Orang Utan in Duisburg tödlich zu Ende gegangen. Wie die Stadt am Montagabend mitteilte, war das Tier aus noch unbekannten Gründen aus seinem Stall entwischt und gerade dabei, über den Außenzaun zu klettern, als sein Ausbruch entdeckt wurde. Den Angaben zufolge war es da schon nicht mehr möglich, den Affen zu betäuben - er musste erschossen werden.

Bei vielen Tierfreunden stößt das auf Unverständnis. Über soziale Netzwerke wie Twitter beklagen sie, dass das Tier erschossen wurde - und nicht etwa betäubt wurde.

Der Zoo verteidigte seine Entscheidung am Dienstag: "Die Narkose des Affen war keine Alternative", sagte Zoo-Direktor Achim Winkler. Bis das Mittel gewirkt hätte, hätte der Affe einen Zaun überwinden und auf die Straße rennen können, sagte er.

Auch die Stadt Duisburg hatte in einer ersten Stellungnahme auf die Gefahr hingewiesen, die von dem bis zu 100 Kilo schweren Menschenaffen ausging. Das Risiko, dass das Tier auf die Straße geflüchtet und so Menschenleben gefährdet hätte, sei zu hoch gewesen, erklärte die Stadt. "Da das Tier bei Entdeckung bereits dabei war, den Außenzaun zu übersteigen, war es nicht mehr möglich, es zu narkotisieren", hieß es.

Polizisten mit Maschinengewehren

Nach Angaben des Zoos war der Affe durch einen falsch gesicherten Schieber aus seinem Gehege entkommen und mit einem Orang-Utan-Männchen in einem anderen Trakt in Streit geraten. Panikartig habe er die Flucht durch ein Oberlicht ergriffen. Als das Männchen danach versucht habe, über den Außenzaun zu klettern, wurde es erschossen. Das zweite Männchen sei in seinem Gehege geblieben und betäubt worden.

Der Ausbruch hatte am Montagabend für einen Großeinsatz in Duisburg gesorgt. Vor dem Zoo waren Notarzt und Rettungswagen aufgefahren. Zusätzlich warteten dort Polizisten, die laut Angaben der WAZ mit Maschinengewehren bewaffnet waren, um die Affen aufzuhalten.

dpa/zys

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