Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Oscar Pistorius muss nicht ins Gefängnis

Trotz Mordanklage Oscar Pistorius muss nicht ins Gefängnis

Der frühere Spitzensportler Oscar Pistorius entgeht vorläufig dem Gefängnis. Wenige Tage nach der überraschenden Wende, der Verurteilung von Pistorius im Berufungsverfahren wegen Mordes, wurde der 29-Jährige gegen eine geringe Kaution und weitere Auflagen freigelassen.

Voriger Artikel
So kommt das Weihnachtsgeschenk rechtzeitig an
Nächster Artikel
Wer vermisst seine Boeing 747?

Muss zunächst nicht ins Gefängnis: Der wegen Mordes angeklagte südafrikanische Sprintstar Oscar Pistorius.

Quelle: dpa

Pretoria. Der von einem Berufungsgericht wegen Mordes verurteilte südafrikanische Sprintstar Oscar Pistorius kommt gegen Kaution frei. Der Fall werde auf den 16. April vertagt, bis dahin werde der 29-Jährige gegen eine Zahlung von umgerechnet rund 640 Euro und weitere Auflagen freigelassen, teilte der Vorsitzende Richter am Gericht in Pretoria, Aubrey Ledwaba, am Dienstag mit. Er gab damit einem Antrag von Pistorius' Anwalt Barry Roux statt. Dieser hatte bei der Anhörung angekündigt, gegen das Urteil vor das Verfassungsgericht zu ziehen.

Ein Berufungsgericht hatte Pistorius vergangene Woche des Mordes an seiner damaligen Freundin Reeva Steenkamp für schuldig befunden. Nach deutschem Recht entspricht der Straftatbestand am ehesten dem Totschlag. Pistorius droht nun eine Haftstrafe von normalerweise mindestens 15 Jahren.

Pistorius bleibt in Hausarrest

Die Entscheidung über das neue Strafmaß wird jedoch erst im nächsten Jahr fallen. In erster Instanz war Pistorius nach den tödlichen Schüssen vom Valentinstag 2013 wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Im Oktober war Pistorius – noch vor dem neuen Urteil – wegen guter Führung in den Hausarrest entlassen worden. Mitte November trat er einen Sozialdienst an, den er im Zusammenhang mit dem Hausarrest ableisten muss.

Auch unter den neuen Auflagen bleibt Pistorius bei seinem Onkel in Hausarrest, er darf das Haus nur vormittags verlassen und auch nur in einem Umkreis von 20 Kilometern. Zudem werde er elektronisch überwacht, sagte Richter Ledwaba. Der unterschenkelamputierte Sportler hatte Steenkamp im Februar 2013 durch die geschlossene Toilettentür seines Hauses in Pretoria erschossen. Er beteuerte stets, Steenkamp für einen Einbrecher gehalten und sie in Panik erschossen zu haben. Seine Anwälte hatten früher einmal gesagt, Pistorius könne sich kein weiteres teures Gerichtsverfahren mehr leisten.

sid/dpa/zys

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.