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Panorama Parade-Pannen: Frankreich feiert mit falschen Farben
Nachrichten Panorama Parade-Pannen: Frankreich feiert mit falschen Farben
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15:31 14.07.2018
Fehlfarben: Die Piloten, die traditionell über den Arc de Triomphe fliegen, hinterließen diesmal eine falsche Flagge am Himmel von Paris. Statt der Tricolore erschien ein vierter roter Streifen links. Quelle: AP
Paris

Frankreich hat am Sonnabend den Jahrestag der Revolution von 1789 begangen. Auf den Champs-Élysées nahm Präsident Emmanuel Macron die Truppenparade Tausender Soldaten zum Nationalfeiertag ab. In einem der Kampfflugzeuge, die über die Köpfe der Zuschauer donnerten, saß der französische Raumfahrer Thomas Pesquet. Auch Retter, die im vergangenen Jahr nach Wirbelstürmen auf den französischen Karibikinseln im Einsatz waren, beteiligten sich an der Parade.

Nach US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr war diesmal Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong Macrons Ehrengast. Truppen seines Landes nahmen ebenfalls an der Parade teil, die von zwei Pannen überschattet wurde: Eines der Flugzeuge, die mit buntem Rauch die französischen Nationalfarben in den Himmel über Paris sprühten, stieß einen zusätzlichen roten Streifen aus. Die Maschine habe eigentlich Blau sprühen sollen, aber die falsche Farbe an Bord gehabt, erklärte die Luftwaffe.

Zwei Motorradfahrer, die mit anderen vor Macron Figuren darstellen sollten, rutschten auf dem Kopfsteinpflaster aus und gingen auf dem Place de la Concorde zu Boden. Unter dem Beifall der Zuschauer rappelten sie sich wieder auf.

Französische Gendarmen richten ihre Motorräder wider auf, nachdem sie auf dem Kopfsteinpflaster der Place de la Concorde in Paris ausgerutscht waren. Quelle: IAN LANGSDON/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Im ganzen Land waren etwa 110.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, um die Feierlichkeiten zu schützen. Vor zwei Jahren hatte ein Attentäter in Nizza Feiernde mit einem Lastwagen über den Haufen gefahren und 86 Menschen getötet.

Für das französische Militär war der Nationalfeiertag ein Grund zu besonderer Freude, denn Macron hatte am Vorabend den neuen Verteidigungshaushalt unterzeichnet, der die Militärausgaben auf zwei Prozent der französischen Wirtschaftsleistung anhebt. Der lange angekündigte Schritt erfolgte kurz nachdem Trump auf dem Nato-Gipfel in Brüssel von seinen Verbündeten energisch höhere Militärausgaben verlangt hatte.

Von RND/AP