Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Bandidos reisen mit dem Bus zum Rockertreffen

Party in Brandenburg Bandidos reisen mit dem Bus zum Rockertreffen

Rocker sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Bequem mit dem Bus sind Hunderte Rocker der Bandidos zu einem großen Treffen in Brandenburg angereist. Die Polizei begleitete dann das Treffen in Perleberg (Prignitz) mit einem Großaufgebot. Es gab diverse Kontrollen – und eine Festnahme.

Voriger Artikel
Mindestens 16 Tote bei Überschwemmungen
Nächster Artikel
Erdrutsch in Guatemala fordert 131 Tote

Zu einem Rocker-Treffen in Brandenburg sind Hunderte Mitglieder der Bandidos per Bus angereist – nicht ganz stilecht.

Quelle: dpa/Symbolbild

Ein Treffen von mehreren hundert Bandidos-Motorrad-Rockern aus ganz Europa ist am Samstag in Perleberg (Prignitz) von einem Großaufgebot der Polizei begleitet worden. Drei Hundertschaften der Brandenburger Bereitschaftspolizei wurden durch 16 Beamte aus Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland und von Europol unterstützt, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Nord am Sonntag. Es waren Machtdemonstrationen der Rocker befürchtet worden, nachdem ein Gerichtsurteil ihnen erlaubt hatte, ihre Kutten wieder zu tragen.

Insgesamt 1215 Rocker und 102 Fahrzeuge wurden von der Polizei kontrolliert. Die Mehrzahl der Rocker kam aus Deutschland. Sie reisten mit Bussen, aber auch mit Autos und Motorrädern an. Nach Polizeiangaben gehört die Veranstaltung zur jährlichen Pflichtveranstaltung für alle Bandidos in Deutschland.

Ein 30 Jahre altes Mitglied aus Bochum wurde vorläufig festgenommen, weil er per Haftbefehl gesucht wurde. Nachdem andere Rocker für ihn die etwa 2000 Euro Strafe gesammelt hatten, konnte er an der Party teilnehmen.

Ein 64-Jähriger war mit 1,63 Promille mit seinem Auto angereist. Drei weitere Rocker durften erst nach Feststellung ihrer Adressen zur Party auf dem Festgelände zwischen Friedhof und Zoo.

Zudem wurden sechs Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Ein 46 Jahre alter Bandido hatte eine Hakenkreuztätowierung. Sichergestellt wurden unter anderem sechs Messer, eine Handsäge, eine Eisenstange und ein Kabelstrang.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Was die Kutten verraten
Foto: Mitglieder der Motorradrocker "Hell's Angels": Für die Polizei wäre ein Kuttenverbot ein Schlag gegen das Organisierte Verbrechen. Für die Rocker ist der Urteilsspruch ein Triumph.

Das Urteil von Donnerstag, das Rockern erlaubt, Kutten von erlaubten Klubs weiter zu tragen, ist ein Sieg für die Männerbünde. Die Kutte ist für die Bandidos und Hells Angels wie eine Visitenkarte: Auf einen Blick sieht man dort seine Stellung innerhalb des Klubs. Jeder Aufnäher hat eine andere Bedeutung.

mehr
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.