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Paul van Dyk verbietet der AfD seine Musik

Hymne für Partei Paul van Dyk verbietet der AfD seine Musik

Kann ein Künstler verhindern, dass eine Partei, die er nicht mag, seine Musik spielt? Der Berliner DJ Paul van Dyk hat es jetzt versucht. Er schrieb einen Brief an die AfD.

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Paul von Dyk distanziert sich von der AfD.

Quelle: Thomas Frey

Berlin/Erfurt. Der Musiker Paul van Dyk will nicht, dass die Alternative für Deutschland (AfD) seinen Song "Wir sind wir" auf seinen Parteiveranstaltungen spielt. In einem Brief forderte er Anfang Februar die rechtspopulistische Partei deshalb auf, sein Lied nicht mehr zu verwenden.

Diskjockey distanziert sich von Rechtspopulisten

"Ich distanziere mich aufs Schärfste von der AfD", sagte der Künstler im Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit". Parteisprecher Christian Lüth bestätigte am Mittwoch den Eingang des Briefs von van Dyk in der Bundesgeschäftsstelle der AfD. Van Dyk und Peter Heppner hatten den 2001 erstmals veröffentlichten Titel gemeinsam geschrieben. Er war zuletzt mehrfach auf Kundgebungen des Thüringer AfD-Landesverbandes zu hören. Dessen Vorsitzender Björn Höcke wird dem rechtsnationalen Flügel der AfD zugerechnet.

Der Thüringer Landesverband erklärte, er wolle auch weiterhin Lieder bekannter Künstler auf seinen Kundgebungen spielen. Neben "Wir ist Wir" kämen auch andere in Frage. "Selbstverständlich erfolgt die Verwendung dieser Titel unter Beachtung des geltenden Rechts", betonte der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Landtag, Stefan Möller. Anderslautende Behauptungen seien ohne jede Grundlage.

"Wir sind wir" ist ein Lied über die Deutschen, mit Anspielungen auf den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und die Wiedervereinigung. In dem Song heißt es unter anderem "Wir sind wir, wir steh'n hier, wieder eins in einem Land, superreich und abgebrannt" und "so schnell kriegt man uns nicht klein".

dpa

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