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Auch Pearl Jam reagiert auf Toiletten-Gesetz

Absage an North Carolina Auch Pearl Jam reagiert auf Toiletten-Gesetz

Aus Protest gegen ein umstrittenes Toiletten-Gesetz hat die Rockband Pearl Jam kurzfristig ein Konzert in North Carolina abgesagt. Binnen weniger Wochen sind sie bereits die vierte international bekannte Größe aus der Musik-Szene, die gegen das im März erlassene Gesetz protestiert.

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Für ihn verstoßt das neue Gesetz gegen Menschenrechte: Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder.

Quelle: dpa

Raleigh. Aus Protest gegen ein Gesetz zur Toilettenbenutzung durch Transgender hat nun auch die Rockband Pearl Jam ein Konzert im US-Bundesstaat North Carolina kurzfristig abgesagt. Das Gesetz verstoße gegen die Menschenrechte, erklärte die Band um Frontmann Eddie Vedder am Montag. Ihr Auftritt war für Mittwoch in der Hauptstadt Raleigh geplant gewesen.

Nach Bruce Springsteen,  Bryan Adams und Ex-Beatle Ringo Starr ist Pearl Jam damit der vierte international bekannte Music-Act, der wegen des neuen Gesetzes einen Bogen um North Carolina macht.

Bruce Springsteen als Vorreiter

Das im März in Kraft gesetzte Gesetz schreibt vor, dass Transgender nur solche öffentlichen Toiletten benutzen dürfen, die dem in ihrer Geburtsurkunde genannten Geschlecht entsprechen. Es untersagt außerdem den Kommunen des südlichen Bundesstaats, eigene Verordnungen zum Schutz von sexuellen Minderheiten bei der Nutzung von WCs und anderen öffentlichen Einrichtungen zu erlassen. Transgender sind Menschen, deren sexuelle Identität nicht den geschlechtlichen Merkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden.

Mehrere Firmen und Verbände, darunter Paypal und die NBA hatten das Gesetz kritisiert. Auch zahlreiche Künstler und Promis reagierten. Vorneweg US-Rockstar Bruce Springsteen: Der "Boss" hatte Anfang April ein geplantes Konzert in North Carolina abgesagt und das explizit auf seiner Webseite begründet. Der Kampf gegen Vorurteile und Engstirnigkeit sei wichtiger als ein Rockkonzert, schrieb Springsteen. "Das hier ist das stärkste Mittel, das ich habe, um meine Stimme in Protest gegen diejenigen zu erheben, die uns rückwärts anstelle von vorwärts treiben."

"Müssen ein Zeichen gegen Hass setzen"

Zahlreiche Stars begrüßten die Entscheidung des Sängers. Sie liebe Bruce Springsteen, schrieb die Moderatorin Ellen DeGeneres beim Kurznachrichtendienst Twitter und die Schauspielerin Melissa McCarthy twitterte, Springsteens Integrität sei inspirierend.

Wenige Tage später folgte die nächste Absage eines bekannten Musikers: Der kanadische Sänger Bryan Adams verzichtete wegen des "extrem diskriminierenden Gesetzes" auf ein geplantes Konzert in Mississippi. Auch der ehemalige Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr hat sein für Mitte Juni geplantes Konzert in North Carolina ab. "Es tut mir leid, meine Fans zu enttäuschen, aber wir müssen ein Zeichen gegen diesen Hass setzen", schrieb Starr bei Facebook.

afp/zys

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