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Hitze lässt Wasserrohre brechen

Wetter in Deutschland Hitze lässt Wasserrohre brechen

Am Freitag ist es mit der extremen Hitze erst mal vorbei. Gewitter bringen die ersehnte Abkühlung nach Deutschland. Die Auswirkungen des "Super-Sommers" werden derweil immer kurioser: In einer 70.000-Einwohner-Stadt in Bayern ist die Wasserversorgung bedroht.

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In Bayreuth hat die Hitze gar Wasserrohre bersten lassen (Symbolbild).

Quelle: dpa /Sympolfoto

Hannover. Nach vielen heißen - und schwülen - Tagen können viele Regionen in Deutschland auf Abkühlung hoffen. Vom Atlantik nähert sich eine Kaltfront, die einen "erheblichen Temperaturrückgang mit sich bringt", wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes ankündigte.

Ein wolkiges und regnerisches Wochenende steht uns demnach bevor - was viele freuen dürfte. Denn zuletzt hatten Hitze und Trockenheit im von manchem Experten als "metereologischer Sensation" bezeichneten "Super-Sommer" für Schäden und Behinderungen in vielen Bereichen gesorgt.

Wasserrohrbrüche wegen Hitze

Die extremste Entwicklung lässt sich derweil in Bayreuth beobachten. Dort forciert die Hitze gar Wasserrohrbrüche. Zunächst hatte es in der Stadt in Bayern am Mittwoch vier Wasserrohrbrüche gegeben, in der Nacht zum Donnerstag brachen weitere drei Rohrleitungen, wie ein Sprecher der Stadtwerke mitteilte. Der Grund: Die Hitze trockne den Boden aus, der sich dadurch bewege.

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Dabei könnten wiederum die Rohre brechen, erklärte der Technische Leiter der Stadtwerke, Günter Geist. Die Folge: Am Donnerstagvormittag waren 20 Wohnhäuser in Bayreuth ohne Wasser. Allerdings: Auch die bevorstehende Abkühlung am Wochenende bedeutet keine Entspannung für die Wasserversorgung in der 70.000-Einwohner-Stadt. Regenfälle und kühlere Temperaturen könnten den Boden wieder in Bewegung setzen und die Rohrleitungen gefährden.

Im an Hitze-Folgen nicht armen Sommer 2015 ist das nur eine von vielen kuriosen Meldungen. Massive Auswirkungen hat die Hitzewelle etwa auch auf den Verkehr: Wegen der hohen Temperaturen haben sich Teile der A9 zwischen Großkugel und Leipzig-West gewölbt . In Berlin verzögern sich der derweil Bauarbeiten auf der Stadtautobahn A100: Aufgrund der hohen Temperaturen wurde befürchtet, dass neuer Asphalt nicht richtig auskühlen kann und es in der Folge zur Wellen- oder Spurrillenbildung kommt. Konsequenz: Die Bauarbeiten wurden verschoben.

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Ebenfalls in Berlin leidet auch der S-Bahnverkehr : Nach einem Bericht des "Berliner Kuriers" (Donnerstag) sind dort in den vergangenen Tagen täglich bis zu 15 Bahnen ausgefallen. Einzelne Zugverbände würden darum über ein, zwei Stunden aus dem Verkehr gezogen, damit die Elektronik abkühlen könne. Die Fahrzeuge verfügen über keine Klimaanlagen. Eine entsprechende Nachrüstung sei nicht möglich, so ein Bahnsprecher.

Kuriose Folgen hat der "Super-Sommer" auch für die Natur. Bauern klagen über massive Ernteeinbrüche und auch die Waldbrandgefahr ist hoch. Auch wenn die kommenden regnerischen Tage zumindest kurzfristig Linderung versprechen, droht perspektivisch Ungemach: Die Hitze hat für einige Schädlingsarten nahe perfekte Bedingungen geschaffen. So etwa für die Miniermotte, einem Kastanienschädling, der sich während der Trockenheit rasant vermehren konnte.

dpa/zys

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