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Panorama Hitze lässt Wasserrohre brechen
Nachrichten Panorama Hitze lässt Wasserrohre brechen
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13:10 13.08.2015
In Bayreuth hat die Hitze gar Wasserrohre bersten lassen (Symbolbild). Quelle: dpa /Sympolfoto
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Hannover

Nach vielen heißen - und schwülen - Tagen können viele Regionen in Deutschland auf Abkühlung hoffen. Vom Atlantik nähert sich eine Kaltfront, die einen "erheblichen Temperaturrückgang mit sich bringt", wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes ankündigte.

Ein wolkiges und regnerisches Wochenende steht uns demnach bevor - was viele freuen dürfte. Denn zuletzt hatten Hitze und Trockenheit im von manchem Experten als "metereologischer Sensation" bezeichneten "Super-Sommer" für Schäden und Behinderungen in vielen Bereichen gesorgt.

Wasserrohrbrüche wegen Hitze

Die extremste Entwicklung lässt sich derweil in Bayreuth beobachten. Dort forciert die Hitze gar Wasserrohrbrüche. Zunächst hatte es in der Stadt in Bayern am Mittwoch vier Wasserrohrbrüche gegeben, in der Nacht zum Donnerstag brachen weitere drei Rohrleitungen, wie ein Sprecher der Stadtwerke mitteilte. Der Grund: Die Hitze trockne den Boden aus, der sich dadurch bewege.

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Trinken, Trinken, Trinken: Jeder weiß es, doch viele befolgen es dennoch nicht: Bei hohen Temperaturen verliert der Körper viel Flüssigkeit. Die Reserven müssen wieder aufgefüllt werden. "Der Flüssigkeitsbedarf ist bei der Hitze größer, man sollte mehr trinken als sonst", sagt Prof. Urs Leonhardt, Internist im Friederikenstift Hannover. Sonst könne es zu Schwindel, Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche kommen. Grundsätzlich empfehlen Ärzte, am Tag 2 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen - in diesen Tagen sollte es ruhig das Doppelte sein. Jedoch sollte man auf zuckerhaltige Getränke verzichten, sondern vor allem auf Wasser, Kräutertees und verdünnte Säfte zurückgreifen.

Dabei könnten wiederum die Rohre brechen, erklärte der Technische Leiter der Stadtwerke, Günter Geist. Die Folge: Am Donnerstagvormittag waren 20 Wohnhäuser in Bayreuth ohne Wasser. Allerdings: Auch die bevorstehende Abkühlung am Wochenende bedeutet keine Entspannung für die Wasserversorgung in der 70.000-Einwohner-Stadt. Regenfälle und kühlere Temperaturen könnten den Boden wieder in Bewegung setzen und die Rohrleitungen gefährden.

Im an Hitze-Folgen nicht armen Sommer 2015 ist das nur eine von vielen kuriosen Meldungen. Massive Auswirkungen hat die Hitzewelle etwa auch auf den Verkehr: Wegen der hohen Temperaturen haben sich Teile der A9 zwischen Großkugel und Leipzig-West gewölbt. In Berlin verzögern sich der derweil Bauarbeiten auf der Stadtautobahn A100: Aufgrund der hohen Temperaturen wurde befürchtet, dass neuer Asphalt nicht richtig auskühlen kann und es in der Folge zur Wellen- oder Spurrillenbildung kommt. Konsequenz: Die Bauarbeiten wurden verschoben.

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Besonders wichtig für Haustiere: ein schattiges Plätzchen.

Ebenfalls in Berlin leidet auch der S-Bahnverkehr: Nach einem Bericht des "Berliner Kuriers" (Donnerstag) sind dort in den vergangenen Tagen täglich bis zu 15 Bahnen ausgefallen. Einzelne Zugverbände würden darum über ein, zwei Stunden aus dem Verkehr gezogen, damit die Elektronik abkühlen könne. Die Fahrzeuge verfügen über keine Klimaanlagen. Eine entsprechende Nachrüstung sei nicht möglich, so ein Bahnsprecher.

Kuriose Folgen hat der "Super-Sommer" auch für die Natur. Bauern klagen über massive Ernteeinbrüche und auch die Waldbrandgefahr ist hoch. Auch wenn die kommenden regnerischen Tage zumindest kurzfristig Linderung versprechen, droht perspektivisch Ungemach: Die Hitze hat für einige Schädlingsarten nahe perfekte Bedingungen geschaffen. So etwa für die Miniermotte, einem Kastanienschädling, der sich während der Trockenheit rasant vermehren konnte.

dpa/zys

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