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Verkehr und Sucht: Wie gefährlich ist Pokémon Go?

Debatte in Deutschland Verkehr und Sucht: Wie gefährlich ist Pokémon Go?

Nachdem in den USA die App Pokémon Go bereits zu mehreren Verkehrsunfällen geführt hat, nimmt auch in Deutschland die Debatte über möglichen Gefahren durch das Spiel zu. ADAC und Polizeigewerkschaft warnen vor der App und auch manch Politiker zeigt sich besorgt.

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Die kostenlose Spiele-App Pokémon Go animiert die Nutzer, mit ihrem Smartphone durch die Gegend zu laufen und in der "echten Welt" versteckte Pokémon-Figuren einzufangen

Quelle: dpa

Berlin/München. Angesichts des weltweiten Erfolgs des Smartphone-Spiels Pokémon Go wird zunehmend über mögliche Gefahren diskutiert. Der SPD-Verkehrsexperte Martin Burkert warnte in der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag vor "größten Gefahren" für Spieler, die mit dem Smartphone in der Hand über die Straße gingen, ohne sich umzusehen. Er teile Befürchtungen von ADAC und Polizeigewerkschaft, die vor weiteren Smartphone-bedingten Unfällen warnen.

CSU-Politikern mahnt zu "Unaufgeregtheit"

In den USA hat die Pokemon-Suche bereits zu mehreren Verkehrsunfällen geführt. Die US-Polizei wand sich mit einem Appell an alle "Pokémon Go"-Spieler: Sie sollen beim Spielen den "gesunden Menschenverstand" nicht ausschalten. Auch in Australien soll es bereits zu mehreren Beinahe-Unfällen im Straßenverkehr wegen der App gekommen sein. "Pokémon ist gefährlich", warnte die Polizei im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Andere Politiker in Deutschland gehen gelassener mit einer möglicher Gefahr durch Pokémon Go. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (CSU), mahnte "Unaufgeregtheit" an.

Schon bevor Pokémon Go in Deutschland offiziell erschienen war, ist auch in Hannover das Pokémon-Fieber ausgebrochen. In einer Bildergalerie zeigen wir Ihnen, wo welche Pokémon bereits gesehen wurden und welche Pokéstops einen Besuch Wert sind. Sie haben Tipps und Tricks für uns? Dann schicken Sie uns doch einfach Ihre Hinweise. Dann aktualisieren wir die Galerie. 

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"Wenn Jugendliche gegen Laternenmasten laufen, weil sie Fantasiewesen in einem Spiel auf dem Smartphone jagen, dann ist nicht das Spiel schlecht, sondern der Jugendliche ein schlechter Spieler", sagte Bär dem Blatt. Am Steuer sei das Handy "in Deutschland ohnehin verboten".

Neue Suchtgefahr durch Pokémon Go

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), warnte vor Suchtgefahren. "Wir müssen neben den faszinierenden Seiten der Spielewelt auch die Abgründe erkennen", sagte Mortler der "Passauer Neuen Presse". Sie befürchte eine neue Falle, durch die noch mehr Jugendliche den Kontakt zur Realität verlieren könnten.

Schon jetzt kämen laut Studien hunderttausende junge Menschen von Internetspielen nicht mehr los. "Im schlimmsten Fall verlieren sie den Kontakt zur Realität", warnte die Drogenbeauftragte. Avatare und Pokémons würden wichtiger als echte Sozialkontakte, Ausbildung und Beruf.

Die kostenlose Spiele-App Pokémon Go animiert die Nutzer, mit ihrem Smartphone durch die Gegend zu laufen und in der "echten Welt" versteckte Pokémon-Figuren einzufangen. Dabei werden die GPS-Funktion und das Kartenmaterial des Smartphones genutzt. Seit der Veröffentlichung der App wurde sie bereits millionenfach heruntergeladen.

afp/RND/zys

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