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700 Beamte durchsuchen Berliner Großbordell

Verdacht auf Menschenhandel 700 Beamte durchsuchen Berliner Großbordell

Etwa 700 Beamte haben ein Berliner Nobelbordell am Mittwochabend durchsucht: Es geht um den Verdacht auf Menschenhandel sowie um Vorwürfe der Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit.

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Bei einer Großrazzia im Bordell Artemis in Berlin waren 900 Beamte beteiligt. Einsatzkräfte von Polizei, Staatsanwaltschaft Steuerfahndung und Zoll waren vor Ort.

Quelle: Nacht Floh Twitter/Screenshot

Berlin. Einsatzkräfte von Polizei, Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung und Zoll haben am Mittwochabend ein Berliner Großbordell in der Nähe des Funkturms im Stadtteil Charlottenburg durchsucht. An der Aktion seien rund 650 Polizisten, 20 Beamte der Zollinspektion und Steuerfahnder beteiligt, sagte der Sprecher des Hauptzollamtes, Michael Kulus. Nach Angaben von Polizeisprecher Stefan Redlich ging es unter anderem um Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und den Verdacht auf Menschenhandel.

Den Angaben zufolge wurden noch am Abend vier Haftbefehle vollstreckt. Dem Betreiber des Bordells werde vorgeworfen, Sozialversicherungsbeiträge veruntreut zu haben, erläuterte Kulus. Während der Betrieber des Bordells behaupte, dass die beschäftigten Frauen selbstständig tätig seien, gebe es Hinweise darauf, dass sie vielmehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt seien. Dafür sprächen Dienstpläne oder auch "stringente Anweisungen".

Rentenversicherungsträger nähmen einen Schaden von 17,5 Millionen Euro an. Die Polizei sprach dagegen von 23 Millionen. Bei dem Großeinsatz wurden laut Kulus Räume des Bordells durchsucht und Anwesende vernommen. Nach Angaben der Berliner Zeitung wurde für den Einsatz sogar die A100 in Richtung Norden gesperrt. Neben einer Kronzeugin soll es der Zeitung zufolge weitere Zeugen geben, die den Betreiber belastet haben.

dpa/abr

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