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Betrüger droht Studentin mit Abschiebung

Mann verlangt 2000 Euro Betrüger droht Studentin mit Abschiebung

Offenbar versuchen Betrüger, die Not derjenigen ausnutzen, die nach Deutschland gekommen sind: In Marburg sollte eine Frau 2000 Euro dafür zahlen, damit sie nicht abgeschoben wird. In Freiburg ermittelt die Polizei in einem ähnlichen Fall.

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Flüchtlinge warten, um einen Asylantrag zu stellen: In Freiburg soll eine Frau eine schnellere Bearbeitung der Anträge versprochen haben – gegen Geld.

Quelle: dpa

Marburg/Freiburg. Eine neue Betrugsmasche beschäftigt die Polizei: In Marburg hat ein Anrufer, der sich als Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ausgab, Geld von einer ausländischen Studentin verlangt und mit einer Abschiebung gedroht. Der Mann habe sieben Mal bei der 24-Jährigen angerufen, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Der Unbekannte verlangte 2000 Euro und behauptete, ihr drohe bei Nichtzahlung die Abschiebung. Im Display ihres Telefons erschienen Telefonnummern des BAMF. Die waren nach Angaben der Polizei mit einem Computerprogramm gefälscht worden. Die Beamten ermitteln.

Geld für Behördengänge verlangt

Auch aus Freiburg wird ein Betrugsfall gemeldet: Eine ehrenamtliche Dolmetscherin soll Flüchtlingen Geld für das Versprechen abgenommen haben, ihnen bei Behördengängen und dem Asylantrag zu helfen. Es gehe um mehrere tausend Euro, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Ein Mitarbeiter einer Unterkunft habe die Polizei eingeschaltet, nachdem Flüchtlinge ihm von den Vorfällen berichtet hätten.

Bei der Weigerung zu zahlen, soll die 35-Jährige auch mit einer verzögerten Bearbeitung oder sogar einem Stopp des Asylverfahrens gedroht haben. Die Polizei hat mit der Befragung der rund 100 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft begonnen.

Es sind nicht die einzigen Fälle dieser Art. In Hameln lockten etwa Kriminelle eine Flüchtlingsfamilie mit einem gefälschten Behördenschreiben aus der Wohnung, um diese zu plündern.

dpa/RND/abr

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