Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama US-Polizei erschießt Gefängnisausbrecher
Nachrichten Panorama US-Polizei erschießt Gefängnisausbrecher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:29 27.06.2015
David Sweat (l.) und Richard Matt (r). Quelle: dpa
Anzeige
Dannemora

Rund drei Wochen nach dem spektakulären Ausbruch zweier Häftlinge aus einer Hochsicherheitsanstalt im US-Bundesstaat New York hat die Polizei einen der beiden Männer erschossen. Ein Polizeibeamter habe den 49-Jährigen am Freitag (Ortszeit) in einer Hütte in einem Waldgebiet in der Stadt Malone aufgestöbert, etwa 40 Kilometer von dem Gefängnis entfernt, teilte die Polizei des Bundesstaats New York mit. Der Polizist habe den bewaffneten Mann dann erschossen, sagte Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaats New York, bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Der zweite Häftling sei weiterhin auf der Flucht.

Auf die Spur des 49-Jährigen kam die Polizei, nachdem dieser auf einen Wohnwagen geschossen hatte - wohl um ihn zu rauben. Der Fahrer des Wagens entkam und rief die Polizei. Ob die beiden Häftlinge zusammen in der Hütte gewesen seien, sei unklar, sagte Gouverneur Cuomo. Die Suche nach dem zweiten Mann, an der mehr als 1000 Einsatzkräfte beteiligt sind, werde sich nun auf die Umgebung der Stadt Malone konzentrieren, die nur wenige Kilometer südlich der kanadischen Grenze liegt. Es werde vermutet, dass der Häftling sich in das Nachbarland absetzen wolle.

Die beiden Männer hatten sich vor drei Wochen mit schweren Werkzeugen den Weg aus dem Gefängnis in die Freiheit gebohrt und waren dann durch die Kanalisation geflüchtet. Mindestens zwei Gefängnisangestellte sollen ihnen dabei geholfen haben und sind inzwischen festgenommen worden. Eine Frau soll mit den beiden Häftlingen geplant haben, ihren Mann umzubringen. Ein weiterer Gefängnismitarbeiter sagte aus, dass er ihnen Werkzeug in die Zellen geschmuggelt habe - im Austausch gegen Bilder, die der nun erschossene Häftling gemalt hatte.

Die beiden Insassen verbüßten in der Clinton Correction Facility in Dannemora lebenslange Haftstrafen. Der eine hatte einen Mann zu Tode geprügelt, der andere einen Polizisten erschossen. Die beiden gelten als extrem gefährlich. Von der Stadt New York ist die Haftanstalt 500 Kilometer entfernt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Viele Urlauber starben, als ein bewaffneter Terrorist den Strand eines tunesischen Hotels überfiel - unter ihnen nach Angaben aus Tunis mindestens ein Deutscher. Die Behörden greifen durch. Im Kampf gegen den Islamismus sollen zahlreiche Moscheen geschlossen werden.

27.06.2015

Die Clooneys haben einen Deal: Sie versuchen, nicht länger als eine Woche voneinander getrennt zu sein. Ob das klappt, warum er Albert Einstein gerne betrunken gemacht hätte und warum George Clooney Politiker nicht um ihr Amt beneidet.

30.06.2015
Panorama Rede nach Massaker in Charleston - Obama singt "Amazing Grace" bei Trauerfeier

Nach dem offenkundig rassistischen Anschlag auf eine von Schwarzen besuchte Kirche hat US-Präsident Barack Obama bei einer Trauerfeier eine bewegende Rede gehalten. Am Ende singt er "Amazing Grace", das Lied, das schon den Sklaven in den USA Kraft und Hoffnung gab.

26.06.2015
Anzeige