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Polizei löst Facebook-Party in Wuppertal auf

Verletzte und Anzeigen Polizei löst Facebook-Party in Wuppertal auf

Wieder löst die Polizei eine spontane Facebook-Party auf. In Wuppertal hatten sich Fußball-Hooligans unter die Feiernden gemischt. Flaschen flogen, die Beamten nahmen 41 Menschen in Gewahrsam.

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Wieder hat die Polizei eine spontane Facebook-Party aufgelöst.

Quelle: dpa

Wuppertal . In Wuppertal ist eine spontane Facebook- Straßenparty mit 800 Teilnehmern völlig aus dem Ruder gelaufen. Als aus der Menge Flaschen geworfen und bengalische Feuer angezündet wurden, löste ein Großaufgebot der Polizei die Feier am Freitagabend auf. 41 junge Leute kamen vorübergehend in Polizeigewahrsam, gegen drei von ihnen erging Strafanzeige wegen Körperverletzung, Landfriedensbruchs und Widerstands gegen die Staatsgewalt.

Unter die Feiernden hätten sich Ultra-Fans des Wuppertaler SV gemischt, „um unter dem Deckmantel der Anonymität Randale zu machen“, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Samstag im WDR-Hörfunk. Diese Gruppe habe die bis dahin friedliche Veranstaltung zum Kippen gebracht, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Polizei. Der Großteil der Festgesetzten, die am Samstag wieder auf freiem Fuß waren, komme aus diesem Kreis.

Um die Lage in den Griff zu bekommen, musste die Polizei Beamte aus Duisburg, Köln und Dortmund nach Wuppertal holen. Insgesamt waren mehr als 100 Polizisten im Einsatz. Gegen die Randalierer setzten die Beamten Pfefferspray ein. Verletzt wurden 16 Personen, 13 von ihnen mussten wegen Reizungen der Augen behandelt werden. Die Party hatte gegen 19.30 Uhr begonnen, der Einsatz der Polizei dauerte bis gegen 2.00 Uhr am Samstagmorgen.

Zur Teilnahme an der Party war unter einem Pseudonym über das soziale Netzwerk Facebook aufgerufen worden. Das sei für die Polizei und die Kommunen ein großes Problem, sagte Jäger. Bei solchen spontanen Veranstaltungen mit hunderten oder tausenden Teilnehmern „weiß man nie, wer da kommt“.

Spontanfeiern sorgten in den vergangenen Wochen wiederholt für Einsätze der Polizei. Anfang Juni hatte ein Mädchen in Hamburg auf Facebook seinen 16. Geburtstag gepostet und dabei ungewollt massenweise fremde Leute zu ihrer Party gelockt. Rund 1600 Feiernde zogen vor ihr Elternhaus, es gab Schlägereien, demolierte Autos, Verletzte und Festnahmen.

Die Stadt Aachen hatte vorsorglich eine für Freitagabend geplante Feier verboten und den Zugang zu einer Grünanlage gesperrt. Dennoch seien bis zu 500 Jugendliche gekommen, berichtete die Polizei am Samstag. Sie seien aber relativ schnell wieder abgezogen.

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Erich Rettinghaus beklagte, es entstehe eine neue Veranstaltungsform, die für die Polizei „weder planbar noch steuerbar ist“. Das Personal, das kurzfristig herangezogen werden müsse, um bei einer ausgeuferten Facebook-Party einzuschreiten, fehle dann woanders.

dpa

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