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Polizei prüft Hinweise zu Seilbahn-Unfall

Dreharbeiten von Filmteam? Polizei prüft Hinweise zu Seilbahn-Unfall

Auch einen Tag nach dem glücklichen Ende des Seilbahnunfalls im Allgäu sind die Hintergründe weiterhin unbekannt. Möglicherweise gibt es aber einen Zusammenhang mit Dreharbeiten. Einer der beiden Gleitschirmflieger war ein Münchner Kameramann.

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Die Polizei prüft Hinweise zu möglichen Hintergründen des Seilbahn-Unfalls im bayerischen Allgäu.

Quelle: dpa

Schwangau. Nach dem Seilbahn-Drama im Allgäu prüft die Polizei nun Hinweise, ob der Unfall möglicherweise mit Dreharbeiten für einen Film zusammenhängen könnte. Es zeichneten sich Erkenntnisse ab, die einen solchen Zusammenhang des Gleitschirmflugs möglich machten, sagte ein Polizeisprecher in Kempten am Samstagabend. Einzelheiten wollte ein Sprecher in der Nacht zum Sonntag aber nicht machen.

Am Freitagabend hatte sich ein Gleitschirmflieger am Tegelberg bei Schwangau im Ostallgäu in den Seilen der Bergbahn verfangen und sie lahmgelegt. 20 Menschen mussten bis Samstagmorgen gefangen in einer etwa zwölf Quadratmeter kleinen Kabine ausharren. Der Gleitschirm-Pilot und sein Mitflieger, ein Münchner Kameramann, wurden bei dem Unfall unweit des Schlosses Neuschwanstein leicht verletzt.

Zunächst hatten sich die Ermittlungen vor allem auf den 54 Jahre alten Gleitschirm-Piloten konzentriert: wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie wegen fahrlässiger Körperverletzung.

19 der Eingeschlossenen waren Touristen - der älteste 75, der jüngste vier Jahre alt. Auch der Gondelführer verbrachte die Nacht 100 Meter über einem Steilhang. Erst im Morgengrauen konnte mit der Bergung per Hubschrauber begonnen werden. Alle 20 Insassen blieben unverletzt.

Die ganze Nacht über bis zum Samstagmorgen waren viele Helfer präsent, unter anderem auch von der Bergwacht Allgäu. Zwei Notärzte hielten sich bereit. Einer von ihnen war die ganze Nacht auf einem Stützpfeiler der Bergbahn, um sich im Notfall möglichst schnell zur Gondel vorarbeiten zu können.

Aus einer zweiten Seilbahn-Gondel hatten die Helfer am Freitagabend 30 Menschen abseilen können. Für die höhere Gondel jedoch war das windige Wetter zu gefährlich, so dass es zu der Notsituation gekommen war.

dpa

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