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Polizei stürmt Gefängnis nach Revolte

Protest gegen australisches Rauchverbot Polizei stürmt Gefängnis nach Revolte

In einem australischen Gefängnis haben 300 Insassen eine Revolte angezettelt, weil sie hinter Gittern nicht mehr rauchen dürfen. Die Polizei lässt sie erst gewähren, stürmt das Gefängnis aber nach Stunden mit Tränengas und Wasserwerfern.

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Dunkle Rauchwolken zogen über dem Ravenhall-Gefängnis auf. Die Insassen hatten auf dem Hof die Kontrolle übernommen und Inventar angezündet.

Quelle: Mal Fairclough Australia and New Zealand Out/dpa

Sydney. Die Häftlinge seien in der Nacht überwältigt worden, teilte die Gefängnisbehörde am Mittwoch mit. Die Insassen hatten am Dienstag wegen des um Mitternacht in Kraft getretenen Rauchverbots randaliert. Die meisten seien mittlerweile wieder in ihre Zellen gebracht worden.

Personal aus Sicherheitsgründen abgezogen

Vier Häftlinge mussten wegen Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Rund 300 Insassen des Untersuchungsgefängnisses Ravenhall bei Melbourne waren an den Unruhen beteiligt. Sie bedrohten Personal mit selbst gemachten Schlagstöcken, traten Türen ein und zündeten im Hof Inventar an. Das Personal war nach Ausbruch der Unruhen aus Sicherheitsgründen abgezogen worden. Niemand habe aber aus dem Gefängnis fliehen können, versicherte die Polizei (Foto: dpa).

Das Rauchverbot gilt seit Mitternacht in allen Gefängnissen des Bundesstaates Victoria. Im Nachbarstaat New South Wales soll es am 10. August in Kraft treten. Gefangenenhelfer kritisierten das Verbot. Damit verweigerten die Behörden den Gefangenen Grundrechte, meinte Brett Collins von der Organisation Justice Action im Rundfunk. Schließlich lebten die Gefangenen vorübergehend im Gefängnis.

dpa

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