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Großeinsatz mit Hubschrauber – wegen einer Maus

Tier drohte zu ertrinken Großeinsatz mit Hubschrauber – wegen einer Maus

In Bayern hat sich ein Mann einen schlechten Scherz erlaubt: Er wählte den Notruf und behauptete, dass "jemand" ertrinken würde – damit löste er einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und weiteren Rettungsdiensten aus. Dabei musste nur eine kleine Feldmaus aus dem Wasser gezogen werden.

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In Bayern haben etwa 40 Rettungskräfte eine Feldmaus aus dem Wasser gerettet.

Quelle: Peter Steffen

Landsberg am Lech. Das dürfte noch ein Nachspiel für den 21-jährigen Mann haben: Wie die "Ausgburger Allgemeine" berichtete, war er am Donnerstagabend mit seiner Freundin in Landsberg unterwegs und entdeckte eine Feldmaus im Lech – das Tier drohte, im Wasser unterzugehen. Er habe daraufhin den Notruf gewählt und gesagt, dass "jemand" in dem Fluss treibe und ertrinken würde. 

Daraufhin wurde ein Großalarm ausgelöst. Etwa 40 Rettungskräfte rückten aus: eine Polizeistreife, knapp 20 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Landsberg, mehrere Mitarbeiter der Wasserwacht, ein Notarzt, ein Rettungswagen und der Einsatzleiter des Bayerischen Roten Kreuzes. Sogar ein Hubschrauber wurde alarmiert.

Anrufer war besorgt um die Maus

Die Polizei war zuerst am Einsatzort und stellte schnell fest, "dass es sich bei dem 'jemand' um eine Feldmaus gehandelt hatte", wie ein Sprecher am Freitag berichtete. "Leider konnten wir die angeforderten Einsatzkräfte nicht mehr rechtzeitig zurückrufen", sagte ein Polizist der "Augsburger Allgemeinen".

Der Anrufer sei vom Ausmaß des Einsatzes überrascht worden, erzählte der Polizeisprecher weiter. "Er war besorgt um die Maus." Die Folgen seiner falschen Meldung seien ihm nicht bewusst gewesen: "Die Einsatzkräfte kamen mit Blaulicht, da sie dachten, dass eine konkrete Lebensgefahr für einen Menschen bestand."

Für das Tierchen ging die Sache gut aus

Der Anrufer werde wegen des "schlechten Scherzes" nun wegen Missbrauchs von Notrufen angezeigt. Dem 21-Jährigen drohe eine Geldstrafe, schreibt die "Augsburger Allgemeine". Die Kosten des Einsatzes würde noch geklärt.

Für das Tierchen hatte der Einsatz dennoch etwas Gutes: "Die Maus ist gerettet worden", sagte ein Polizeisprecher.

dpa/RND/wer

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