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Polizei warnt vor Cowboy-Kostümen im Karneval

Sorge vor Anschlägen Polizei warnt vor Cowboy-Kostümen im Karneval

Wegen möglicher Verwechslungsgefahr: Die Polizei warnt davor, sich zu Karneval als Dschihadist oder Cowboy zu verkleiden. In Köln wird die Polizeipräsenz zur fünften Jahreszeit zudem massiv ausgebaut.

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Erst im vergangenen Jahr musste der Karnevalsumzug in Braunschweig abgesagt werden. Grund war eine Terrorwarnung. Dieses Bild zeigt einen Karnevalisten, der als Terrorist mit "Sprengstoffgürtel" aus Energy-Drinks daran teilnehmen wollte.

Quelle: dpa

Düsseldorf. Knapp drei Wochen sind es noch, bis die Karnevalssaison ihren Höhepunkt erreicht. Doch schon jetzt sind die Sicherheitsbedenken rund um Großveranstaltungen wie Umzüge speziell in den Karnevals-Hochburgen ausgeprägt. In mehreren Städten im Rheinland hat die Polizei nun an die Narren appelliert, keine "aggressiven Kostüme" zu tragen.

So sollte man zum Beispiel darauf verzichten, als Dschihadist verkleidet durch die Straßen zu ziehen. "Wir können nur dringend davon abraten, in einer solchen Kostümierung an Großveranstaltungen teilzunehmen", sagte ein Mönchengladbacher Polizeisprecher gegenüber der "Rheinischen Post".

Sorgen wegen Spielzeugwaffen

Auch die Düsseldorfer Polizei würde es begrüßen, "wenn die Leute auf solche Verkleidungen verzichten", sagte ein Sprecher. Für die vielen Polizisten, die an den jecken Tagen für die Sicherheit entlang der Züge sorgen sollen, könnte es schwierig werden, im Gedränge Spaßverkleidungen von echten Bedrohungen zu unterscheiden.

Aber nicht nur Dschihadist-Kostüme stehen zu Karneval 2016 unter besonderer Beobachtung – auch die oftmals zu Verkleidungen wie Cowboy gehörenden Spielzeugwaffen bereiten der Polizei Sorgen.

"Die sehen zum Teil täuschend echt aus", erklärte ein Polizist. "Unsere Augen sind zwar dafür geschult, aber man muss schon sehr nah rangehen, um zu erkennen, dass es sich um eine Attrappe handelt." Deshalb solle man auf Spielzeugpistolen verzichten. "Schon die Knallerei mit diesen Waffen kann viele erschrecken", warnte der Polizist.

Köln erhöht Polizei-Präsenz

Neben der Terror-Gefahr wirken sich auch die Übergriffe an Silvester in Köln auf die Einschätzung der Sicherheitslage aus. Die Domstadt setzt daher auf deutlich mehr Polizisten. Rund 2400 zusätzliche Beamte sollen für Sicherheit sorgen. "Wir erhöhen die Polizeipräsenz deutlich, wenn so viele Menschen zusammenkommen", erklärte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger.

Die Polizei setze damit "ein deutliches Zeichen für mehr Sicherheit". Zudem will die Polizei bei dem Anfang Februar anstehenden Straßenkarneval auch mobile Videoüberwachung einsetzen, um die Lage besser einzuschätzen.

Im vergangenen Jahr musste der Karnevals-Spaß in Niedersachsen bereits der Sorge um die Sicherheit weichen: In Braunschweig wurde der größte Karnevalsumzug des Nordens, der sogenannte Schoduvel, kurz vor dem Start wegen Terror-Gefahr abgesagt.

Der Karnevalsumzug in Braunschweig ist kurz vor dem Start wegen Hinweisen auf mögliche Anschläge abgesagt worden. Ein Blick in die leeren Straßen der Innenstadt.

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zys/dpa

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Sicherheitskonzept an Karneval

Die Kölner Polizei will an den Karnevalstagen streng gegen jede Form von Gewalt vorgehen. Der neue Polizeipräsident Jürgen Mathies sagte am Montag bei der Vorstellung eines neuen Sicherheitskonzeptes, man werde "konsequent gegen alle vorgehen, die hier über die Stränge schlagen".

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