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Polizist erschießt 14-jährigen Jungen

Entsetzen in den USA Polizist erschießt 14-jährigen Jungen

Trauer und Entsetzen in Los Angeles: US-Polizisten haben einen 14-jährigen Jungen erschossen. Der Teenager soll nach Informationen der Polizei bewaffnet gewesen sein. Angeblich soll er zuvor auf die Einsatzkräfte gefeuert haben.

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US-Polizei in Los Angeles.

Quelle: dpa/Symbolfoto

Los Angeles. Die Polizei im kalifornischen Los Angeles hat einen 14-jährigen Jungen getötet, der zuvor auf Sicherheitskräfte geschossen haben soll. Die Beamten seien nach Informationen über Vandalismus und "Graffiti von Gangs" im Viertel von Boyle Heights im Einsatz gewesen, sagte Vize-Polizeichef Robert Arcos am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Die Sicherheitskräfte hätten zwei Verdächtige aufgespürt, einer von ihnen sei zu Fuß geflüchtet.

War Opfer Mitglied einer Gang?

Ein Zeuge habe gesehen, wie der Jugendliche vor der Polizei flüchtete und mit einer Pistole auf die ihn verfolgenden Beamten schoss, sagte Arcos weiter. Er hatte jedoch keine Informationen darüber, ob der Polizist, der den 14-Jährigen tötete, in dem Moment selbst beschossen wurde. Auch konnte Arcos nichts dazu sagen, ob das Opfer Mitglied einer Gang war.

In Los Angeles versammelten sich offenbar spontan zahlreiche Menschen um dem toten Teenager zu gedenken. Auch Protest gegen Polizeigewalt wurde dabei laut.

Bei der Pressekonferenz zeigte der Vize-Polizeichef Fotos von einer sichergestellten geladenen Waffe, die am Ort des Geschehens gefunden worden war. Derzeit laufen die Ermittlungen. Die Polizisten trugen am Körper befestigte Kameras, deren Aufnahmen noch ausgewertet werden.

Eine Frau, die sich im örtlichen Radiosender KPCC als Mutter des getöteten Jugendlichen vorstellte, beschrieb ihn als "netten Jungen", der "nichts Gewalttätiges" getan habe. Laut Aussage einer anderen Frau, die das Opfer nach eigenen Angaben kannte, gehörte der Junge einer Gang an.

Große Anteilnahme im Netz

In den sozialen Netzwerken sorgt der Tod des 14-Jährigen, der offenbar aus einer Latino-Familie kommt, für große Anteilnahme. Neben Trauer wurde auch Vorwürfe gegen die Polizei laut.

Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze in der USA haben wiederholt für Empörung und Aufruhr gesorgt. Im Juli drehte sich die Spirale der Gewalt weiter: In Dallas und Baton Rouge wurde gezielt auf US-Polizisten geschossen. Mehrere Ordnungshüter wurden dabei getötet.

afp/RND/zys

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