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Polizist erschießt gehörlosen Autofahrer

"Absolut inakzeptabel" Polizist erschießt gehörlosen Autofahrer

Erneut sorgt ein Fall von tödlicher Polizeigewalt für Aufsehen in den USA. Grund sind die Umstände des Todes eines 29-jährigen Gehörlosen: Der Mann war den Aufforderungen eines Polizisten zum Anhalten wiederholt nicht gefolgt – dann griff der Polizist zur Waffe.

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US-Polizisten im Einsatz (Symbolfoto)

Quelle: dpa/Symbolfoto

Miami . Ein Polizist in den USA hat einen gehörlosen Autofahrer erschossen, nachdem dieser der Aufforderung zum Anhalten nicht gefolgt war. Der Tod des 29-jährigen Fahrers, der sich im Alltag nur durch Gebärdensprache verständigte, werde untersucht, der Polizist sei beurlaubt worden, teilte die Verkehrspolizei im US-Bundesstaat North Carolina mit. Der Polizist habe den Fahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit stoppen wollen, hieß es in einer Erklärung.

Fahrer war angeblich unbewaffnet

Nach einer Verfolgungsjagd über mehrere Kilometer sei der Fahrer dann erst vor seinem Haus zum Stehen gekommen. Dort sei es „zu einer Begegnung gekommen“, in deren Verlauf der Polizist geschossen habe. Die genauen Umstände würden untersucht. Nach Informationen des Lokalsender WSOC war der Fahrer unbewaffnet.

"Er hat gar nichts gehört"

Bekannte zeigten sich entsetzt über den Vorfall. „Er hat die Polizeisirene nichts gehört, er hat gar nichts gehört“, sagte der Nachbar Mark Barringer dem Sender. Die Schüsse seien „absolut inakzeptabel“.

Die Familie des Erschossenen richtete ein Spendenkonto ein, um Geld für die Bestattung zu sammeln. Überschüssige Mittel sollten einer Stiftung zugute kommen, die Polizisten im Umgang mit Gehörlosen schult.

afp/RND/zys

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