Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
US-Polizist erschießt Tatverdächtigen

Auf der Flucht US-Polizist erschießt Tatverdächtigen

In den USA ist erneut ein Mann von einem Polizisten getötet worden. Eine örtliche Zeitung berichtet, dass der Afroamerikaner unbewaffnet gewesen sei und ein weißer Ermittler ihm mehrmals in den Rücken geschossen habe.

Voriger Artikel
Deutsche Weltrekorde am laufenden Band
Nächster Artikel
Halterner Schüler fliegen wieder mit Germanwings

Nach dem Tod eines Schwarzen im Jahr 2014 demonstrierten in Ferguson Menschen gegen Polizeigewalt. Es kam auch zu Unruhen. In Raleigh soll die Situation momentan angespannt, aber ruhig sein. 

Quelle: dpa

Raleigh. Nach Angaben der Polizei im US-Bundesstaat North Carolina wurde der Mann wegen schwerer Drogenverbrechen gesucht und war auf der Flucht. Der Polizist habe ihn zu Fuß verfolgt. Im Laufe der Jagd sei der Verdächtige von dem Polizisten erschossen worden, sagte eine Polizeisprecherin. 

Angeblich sieben Mal in den Rücken geschossen

In der Nähe des Toten sei eine Waffe entdeckt worden, sagte die Sprecherin weiter. Sie äußerte sich aber nicht zu Details und bat mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen um Geduld. Auch zur Identität des Getöteten sowie des Beamten machte die Polizei zunächst keine Angaben. Polizei-Chefin Cassandra Deck-Brown sagte, die Ermittlungen stünden am Anfang.

Örtliche Medien zitierten indes eine Frau mit der Aussage, ihr sei von Augenzeugen erzählt worden, dass ihr Sohn von dem Polizisten getötet worden sei. Demnach war der 24-jährige Afroamerikaner unbewaffnet. Ihm sei "sieben Mal von einem weißen Beamten" in den Rücken geschossen worden, berichtete die Zeitung "The News and Observer". Am Ort des Geschehens in der Nähe des Zentrums von Raleigh fanden sich spontan mehr als hundert Menschen zu einem Gedenken ein. Die Situation sei angespannt, aber ruhig, schrieb "The News and Observer".

Immer wieder Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze

Fälle von Polizeigewalt gegen Afroamerikaner hatten in den USA in den vergangenen Monaten wiederholt für Empörung und Aufruhr in der afroamerikanischen Bevölkerung gesorgt. Im Dezember wurden zwei Schwarze in Chicago erschossen, im August ein 19-Jähriger in Arlington. Im August  2014 war in Ferguson der 17-jährige unbewaffnete Schwarze Michael Brown von einem Polizisten getötet worden. Es folgten tagelangen schwere Unruhen.

afp/wer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Anzeige
Berliner Fashion Week 2016