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Drei Polizisten in den USA erschossen

Bundesstaat Louisiana Drei Polizisten in den USA erschossen

Nach dem Mord an fünf Polizisten in Dallas sterben in Louisiana weitere drei Ordnungshüter im Dienst - vermutlich ein Hinterhalt. Ausgerechnet vor den großen Parteitagen in Cleveland und Philadelphia erreicht die Welle der Gewalt einen neuen Höhepunkt.

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In US-Medienberichten hieß es, die Schüsse seien offenbar von einem mit einem Sturmgewehr bewaffneten Einzeltäter abgegeben worden.

Quelle: afp

Baton Rouge. Eineinhalb Wochen nach dem Attentat eines Heckenschützen in Dallas sind in den USA erneut mehrere Polizisten durch Schüsse getötet worden. In der Stadt Baton Rouge im US-Bundesstaat Louisiana wurden nach Angaben der örtlichen Polizei am Sonntag mindestens drei Beamte erschossen und drei weitere verletzt. Auch ein mutmaßlicher Täter sei tot, zwei Mittäter "könnten auf der Flucht" sein.

Eineinhalb Wochen nach dem Attentat eines Heckenschützen in Dallas sind in den USA erneut mehrere Polizisten durch Schüsse getötet worden. In der Stadt Baton Rouge im US-Bundesstaat Louisiana wurden nach Angaben der örtlichen Polizei am Sonntag mindestens drei Beamte erschossen und drei weitere verletzt.

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Die genaueren Umstände des Vorfalls blieben zunächst unklar. Offenbar seien die Beamten wegen einer anderen Schießerei im Einsatz gewesen, als sie dann selbst beschossen worden seien, sagte ein Polizeisprecher in einem örtlichen Fernsehsender. Der Vorfall ereignete sich um 9 Uhr (16  Uhr MESZ). Unklar war auch, ob einer oder mehrere Täter auf die Polizisten schossen. In US-Medienberichten hieß es, die Schüsse seien offenbar von einem mit einem Sturmgewehr bewaffneten Einzeltäter abgegeben worden. Die Lage scheine nun unter Kontrolle zu sein, sagte ein anderer Polizeisprecher. Zu der Schießerei gab es widersprüchliche Zeugenberichte. Ein Augenzeuge, Brady Vancel, sagte dem Fernsehsender WAFB, er habe eine Schießerei zwischen mutmaßlichen Bandenmitgliedern beobachtet, bevor die Polizei eingetroffen sei.

"Das hatte nichts zu tun mit irgendeinem der Vorfälle", sagte Vancel mit Blick auf die Polizeigewalt und die tödlichen Schüsse auf Polizisten in Dallas, die zuletzt das Land erschütterten. Zwei Männer seien später weggerannt, ein dritter habe reglos am Boden gelegen. Mindestens einer der mutmaßlichen Schützen habe möglicherweise ein automatisches Gewehr AR-15 bei sich getragen. Ein anderer Zeuge beschrieb im Gespräch mit dem Sender WBRZ einen schwarz gekleideten und maskierten Mann, der wahllos um sich geschossen habe. Die Polizei suchte nach zwei möglichen weiteren Tätern. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, verdächtige Personen zu melden.

Gouverneur John Bel Edwards sprach in einer Erklärung von einem "entsetzlichen und ungerechtfertigten Angriff". Die Angreifer würden "schnell zur Rechenschaft gezogen". In Baton Rouge war Anfang Juli der afroamerikanische CD-Verkäufer Alton Sterling von der Polizei erschossen worden. Dieser und ein ähnlicher tödlicher Polizei-Einsatz gegen einen Schwarzen im Bundesstaat Minnesota hatten landesweite Proteste ausgelöst. Bei einer dieser Demonstrationen wurden dann in der texanischen Stadt Dallas fünf Polizisten von einem Attentäter aus dem Hinterhalt erschossen. Der von der Polizei getötete Attenäter von Dallas, ein afroamerikanischer Afghanistan-Veteran, hatte gesagt, er habe gezielt weiße Polizisten töten wollen.

afp

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