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Panorama David Garrett sieht sich von Ex-Freundin erpresst
Nachrichten Panorama David Garrett sieht sich von Ex-Freundin erpresst
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21:48 06.06.2016
David Garrett und seine Ex, die Pornodarstellerin Ashley Youdan, die schwere Vorwürfe gegen den Stargeiger erhebt. Quelle: dpa/Instagram
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New York

War es Berechnung, enttäuschte Liebe oder womöglich sogar beides? Lange war Stargeiger David Garrett der Liebling, wenn auch nicht aller, doch zumindest wohl vieler Schwiegermütter. Doch dieses Image bekommt dieser Tage einen derben Kratzer: Seine Ex-Freundin, ein ehemalige US-Pornodarstellerin, beschuldigt den Musiker, zweifelhafte, mitunter auch gewalttätige Sexpraktiken an ihr ausgeübt zu haben. Und fordert nun Bares.

Zwölf Millionen Dollar verlangt Ashley Youdan von ihrem prominenten Ex, der ihr schon kurz nach dem Kennenlernen einen Heiratsantrag gemacht habe – das behauptet die 28-Jährige. Doch aus der Hochzeit wurde nichts, im Februar 2015 kam es stattdessen zur Trennung. Garrett zog eigenen Angaben nach aus seiner New Yorker Wohnung aus und überließ Youdan vorläufig das Feld. Doch sie habe diese Enttäuschung nie wirklich überwinden können.

"Ich bin kein aggressiver Mensch"

In einem für den zurückhaltenden Musiker sehr ungewöhnlichen Interview mit der "Welt" wehrt sich Garrett nun gegen die Vorwürfe seiner Ex, die unter anderem behauptete, dass Garrett sie beim Sex geschlagen habe. "Das ist nicht wahr, einfach gelogen...Ich frage mich derzeit ständig: Was ist das für eine Frau, in die ich so verliebt war?", wird der Musiker dort zitiert.

Aus der Klage, die Yadoun nun eingereicht hat, geht offenbar auch hervor, dass sie Verletzungen, wie eine Rippenprellung mit Bluterguss, mit Fotos dokumentiert hat samt Krankenhausrechnung und nun droht, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, sollte Garrett nicht zahlen. Auch intime Telefongepräche soll sie aufgezeichnet haben.

Dazu der Musiker in der "Welt": "Ich bin kein aggressiver Mensch. Gewalt gibt es bei mir einfach nicht. Da können Sie jede meiner früheren Freundinnen fragen...Ich habe in meinem Leben noch nie eine Frau geschlagen – übrigens auch keinen Mann."

Einsamer Mann auf der Suche nach Nähe

Vielmehr zeichnet Garrett von sich im Interview das Bild eines einsamen Mannes, der sich auf seinen Reisen immer wieder nach Nähe gesehnt habe. Auch deshalb habe er sich immer mal wieder Escort-Damen gebucht - wohlgemerkt aber nicht in erster Linie zum Sex, sondern nur weil er auch nur ab und an mal jemanden brauche, der ihm zuhöre.

"Sehen Sie, ich bin seit zwölf Jahren ständig unterwegs, teilweise zwei, drei Monate am Stück. Mein soziales Leben ist sehr auf der Strecke geblieben. Wollen Sie mich jetzt deswegen an den Pranger stellen, dass ich mir ab und zu jemanden über einen Escortservice bestelle?", fragt Garrett und legt nach: "Man will ja auch irgendwie ein Leben haben".

Liebe auf den ersten Blick

Über einen Escort-Service hatte er auch seine Ex kennengelernt: "Ich habe mich direkt am ersten Abend in sie verliebt", erinnert sich Garrett an die Anfänge der Beziehung. Doch der Liebe folgt nun bittere Enttäuschung und Ernüchterung.

"Am Ende ist man immer schlauer. Inzwischen halte ich es mit dem Satz: Mit Terroristen kann man nicht verhandeln. Ich hatte mit dieser Eskalation nicht gerechnet", gibt er heute zu und sagt von sich, er sei damals wohl zu naiv gewesen.

Laut Youdan soll es wohl aber bereits zur Eskalation gekommen sein, als Garrett  eine Sexsklavin buchen wollte, um mit ihr und dem Geiger SM-Spielchen zu praktizieren. Zumindest wird das Pornosternchen so in der "New York Post" zitiert, die sich ebenfals auf die Anklageschrift beruft.

Das Image retten

Umso mehr ist Garrett nun bemüht, sein sauberes Image wiederherzustellen. Er habe seiner Ex sogar über die Trennung hinaus die Ausbildung zur Immobilienmaklerin finanzieren wollen. Er sei da auch ein Stück weit ein Gentleman. Garrett: "Ich wollte nicht, dass sie ins Pornogeschäft zurückmusste."

Doch damit ist längst Schluss: Das Feld überlässt der Stargeiger nun wohl den Anwälten: "Ich werde alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um mich gegen die Vorwürfe zu wehren." Garretts Anwalt Brian Maas hat sich bereits zu Wort gemeldet. Er halte die Vorwürfe für "ungeheuerlich und aus der Luft gegriffen". Ausserdem sei bei ihm noch gar keine Klage eingetroffen.

RND/caro/sin

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