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Panorama Prinz Henrik im Alter von 83 Jahren gestorben
Nachrichten Panorama Prinz Henrik im Alter von 83 Jahren gestorben
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08:45 14.02.2018
Prinz Henrik, Prinzgemahl der dänischen Königin, starb am Dienstagabend im Alter von 83 Jahren. Quelle: dpa
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Kopenhagen

Wie das dänische Königshaus am frühen Mittwochmorgen mitteilte, seien seine Frau und seine beiden Söhne an seiner Seite gewesen.

Der gebürtige Franzose war seit 1967 mit Margrethe verheiratet, fünf Jahre bevor diese zur Königin gekrönt wurde, und galt als ihre große Stütze. Immer wieder sah man die beiden ausgelassen zusammen. Im vergangenen Jahr feierten sie ihre Goldene Hochzeit.

Dänemarks Königin Margrethe (2.v.r.), Prinz Henrik (3.v.l.), Kronprinz Frederik (l), Kronprinzessin Mary (r), Prinz Christian (M), Prinzessin Isabella (3.v.r.), Prinz Vincent und Prinzessin Josephine posieren für ein Familienfoto im Sommer 2016 Quelle: dpa

Danach ging es Henrik gesundheitlich immer schlechter. Im September gab das Königshaus bekannt, er leide an Demenz. Der Prinz zog sich daraufhin weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück, zuletzt sah man ihn mit seiner Frau beim Weihnachtsgottesdienst.

Seine Frau lernte er in London kennen

Um dem ungemütlichen dänischen Winter zu entgehen, verbrachte Henrik viel Zeit in Ägypten, wo er sich im Januar eine Lungenentzündung zuzog. Die Ärzte entdeckten zudem einen gutartigen Tumor in seinem linken Lungenflügel. Als sich sein Zustand Anfang Februar dramatisch verschlechterte, brach Kronprinz Frederik seinen Besuch bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea ab und eilte nach Hause. Wenige Tage später wurde Prinz Henrik aus dem Krankenhaus nach Hause verlegt. Er hatte entschieden, seine letzten Lebenstage auf Schloss Fredensborg verbringen zu wollen.

Ihren erstgeborenen Sohn Frederik präsentieren Prinzessin Margrethe von Dänemark und Ehemann Prinz Henrik am 01.06.1968 den Fotografen. Quelle: dpa

Henrik wurde am 11. Juni 1934 als Graf Henri Marie Jean André de Laborde de Monpezat im französischen Talence geboren. Die ersten fünf Lebensjahr verbrachte er mit seinen Eltern in Vietnam, studierte später Jura an der Pariser Sorbonne, sowie Chinesisch und Vietnamesisch unter anderem in Hongkong und Saigon.

Nach der Hochzeit mit Margrethe, die er in London kennengelernt hatte, änderte er seinen Vornamen ins dänische Henrik. Die beiden verbanden vielfältige kulturelle Interessen. Die meisten öffentlichen Aufgaben gab Henrik bereits 2016 ab. Damals legte er auch den immer ungeliebten Titel Prinzgemahl nieder.

Enttäuschung über fehlende Anerkennung

Bis zum Schluss haderte Henrik damit, dass er als Gemahl einer Königin nicht den Titel König bekam. Weil er sich in Dänemark nicht respektiert fühlte, zog er sich immer wieder auf sein Weingut in Frankreich zurück, kam beispielsweise auch nicht zur Feier von Margrethes 75. Geburtstag.

Im vergangenen Sommer erklärte der Prinz, er wolle ohne den entsprechenden Titel auch nicht neben seiner Frau, der Königin, begraben werden. Bei dieser Entscheidung sollte es nach Angaben des Palasts auch nach der Demenz-Diagnose bleiben.

Von RND/dpa

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