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Panorama Prinz Henrik will kein Grab neben seiner Frau
Nachrichten Panorama Prinz Henrik will kein Grab neben seiner Frau
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14:51 04.08.2017
Stand oft im Schatten seiner Frau Königin Margrethe: Dänemarks Prinz Henrik. Quelle: EPA
Kopenhagen

Der Mann der dänischen Königin Margrethe (77), Prinz Henrik (83), will nach seinem Tod nicht neben seiner Frau bestattet werden. Das teilte das Königshaus am Donnerstag mit. Traditionell wird das dänische Königspaar in der Domkirche von Roskilde beigesetzt. Der Bildhauer Bjørn Nørgaard fertigte bereits einen Sarkophag für die beiden an.

Die Königin sei mit der Entscheidung ihres Mannes einverstanden, hieß es weiter in der Mitteilung. Wo Prinz Henrik begraben werde, sei noch unklar. Er habe aber nicht die Absicht, in seiner französischen Heimat beigesetzt zu werden.

2016 legte er den Titel „Prinzgemahl“ ab

Prinz Henrik hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er mit seinem Titel nicht glücklich war. Nach der Thronbesteigung seiner Frau Margrethe im Jahr 1972 wäre er gern König geworden. 2016 ging er in den Ruhestand und legt dabei auch den Titel „Prinzgemahl“ ab.

Da Henrik in Dänemark nicht den Titel und die Funktion bekommen habe, die er wollte, sehe er sich gegenüber seiner Frau nicht als gleichwertig an - auch nicht nach dem Tod, erklärte Lene Balleby, die Chefsprecherin des dänischen Königshauses. Wo die letzte Ruhestätte des 83-Jährigen letztendlich sein wird, sei noch unklar. Er habe aber nicht die Absicht, in seiner französischen Heimat beigesetzt zu werden, sondern in Dänemark. „Er mag das Land, für das er in den letzten 50 Jahren gearbeitet hat.“

„Citroën statt Volvo, Wein statt Bier – für alles wurde ich kritisiert.“

Der gebürtige Henri de Laborde de Monpezat, Sohn eines französischen Adelsgeschlechts, hatte Margrethe 1965 in London kennengelernt. An der Themse arbeitete er in der französischen Botschaft. Während seiner späteren Frau die Sympathiebekundungen des Volkes stets zuflogen, hatte Prinz Henrik in seiner knapp 50-jährigen Regentschaft bei den Dänen einen schweren Stand.

In einer Autobiografie äußerte Henrik über die ersten Jahre in Dänemark: „Wenige Monate nach meiner Ankunft wurde alles, was ich tat, kritisiert. Mein Dänisch war schwankend, ich bevorzugte Wein statt Bier, Seidenstrümpfe statt Stricksocken, Citroën statt Volvo, Tennis statt Fußball. Selbst für die Gauloises, die ich anstelle von Virginia-Tabak rauchte und die hierzulande den Ruf hatten, die Marke gesellschaftskritischer Intellektueller zu sein, konnte ich nicht auf Nachsicht hoffen. Ich war anders. Ich schien mit dieser Position zufrieden zu sein und mich nicht zu schämen. Das waren gleich zwei Fehler!“

Von RND/dpa

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