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Spenden für die "Unsterblichen"

Prozess gegen Guru Spenden für die "Unsterblichen"

Selbst das Gericht kann es kaum fassen, doch ein Paar aus Schwaben hat wohl tatsächlich daran geglaubt, dass "Unsterbliche" mit ihrem hart verdienten Geld Gutes tun würden. Die Masche flog letztlich auf – nun wurde ein Esoterikguru zu einer hohen Geldstrafe verurteilt.

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Prozess in Augsburg: Ein Guru muss sich wegen Betrug vor Gericht verantworten. Der Esoteriklehrer behauptete Verstorbenen Geld zu überweisen, stattdessen behielt er es.

Quelle: dpa/Symbolbild

Augsburg. Ein Paar aus Bayern hat jahrelang 10 Prozent seines Bruttolohnes an einen Guru gezahlt – nun soll es das Geld nach einem Prozess zurückbekommen. Der Esoteriklehrer wollte angeblich alles "den Unsterblichen" zukommen lassen – stattdessen behielt er es. Als das Paar den Betrug erkannte, forderte es das Geld zurück. Das Oberlandesgericht München gab den beiden am Donnerstag Recht.

In Kontakt mit den Verstorbenen

Der Esoterikguru und das klagende Paar standen über Jahre hinweg in einer Lehrer-Schüler-Beziehung. Er habe seine Schüler aufgefordert, einen "Zehnten" ihres Einkommens abzugeben, teilte ein Sprecher des Gerichts mit. Der Mann hatte behauptet, in Kontakt mit Verstorbenen zu stehen und ihnen das Geld übermitteln zu können. Diese würden damit Gutes in der Welt tun.

Im festen Glauben daran zahlte das Paar dem Schweizer zwischen Juli 2007 und 2013 etwa 135.000 Euro. Nachdem die damalige Ehefrau des Gurus den Betrug 2013 hatte auffliegen lassen, forderte das Paar den Betrag samt Zinsen – 150.000 Euro – zurück. Gegen ein entsprechendes Urteil eines Landgerichtes legte der Schweizer Berufung ein. Diese wurde nun zurückgewiesen. "Zwar ist dem Senat kaum nachvollziehbar, wie jemand daran glauben kann, dass eine physisch reale Geldübergabe an in Wirklichkeit lange verstorbene Persönlichkeiten erfolgt, auch wenn diese nach der Überzeugung des Klägers und seiner Ehefrau unsterblich waren", so das Urteil. Doch sei das Paar offenbar fest davon überzeugt gewesen.

dpa

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