Aus dem Fernsehen kannten ihn die meisten als sympathischen und etwas chaotischen Wetterexperten. Über sein Privatleben schwieg sich der Schweizer Meteorologe Jörg Kachelmann stets aus. Seit Wochen wird es nun gegen seinen Willen in die Öffentlichkeit gezerrt, der 52-Jährige kämpft um seinen Ruf und seine Firma.
In Deutschland hat Jörg Kachelmann die Wettervorhersage umgekrempelt. Im Jahr 1990 gründete er den Wetterdienst Meteomedia und überzog die Republik mit einem dichten Netz von Messstationen. Meteomedia mit Sitz in Gais südöstlich von St. Gallen und Bochum gehört heute zu den führenden Wetterdienstleistern. 2002 übernahm Kachelmann in der ARD die Sendung „Das Wetter im Ersten“. Meist im übergroßen Anzug und mit langen Haaren moderierte er wortreich und manchmal flapsig die an- und abziehenden Fronten.
Am 15. Juli 1958 wurde Kachelmann in Lörrach geboren. Er wuchs im schweizerischen Schaffhausen auf und beschäftigte sich nach eigenen Angaben von Jugend an mit der Meteorologie. Er studierte Physik und Geografie, einen Abschluss machte er nicht. Danach wurde er zunächst Journalist.
Auch in Fernsehshows war Kachelmann eine bekannte Größe. Bis Februar 2009 moderierte er mit einigen Unterbrechungen die MDR-Sendung „River-Boat“. Die Neuauflage von Joachim Kulenkampffs TV-Quiz „Einer wird gewinnen“ wurde 1998 nach drei Folgen eingestellt.
dpa
Videos aus Hannover und aller Welt, Sport, Kino und Boulevard: Mit den HAZ-Videos informieren Sie sich schnell und kompakt.
Mit Spezialsägen arbeitet sich die Polizei auf der Suche nach einer einbetonierten Leiche seit zwei Tagen durch eine Lagerhalle der Hells Angels nahe Kiel. Untersucht wird zudem ein Trafo-Häuschen, das als Folterkammer gedient haben könnte.