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Eltern prügeln eigenen Sohn in Kirche tot

Brutale "Beratungssitzung" Eltern prügeln eigenen Sohn in Kirche tot

In den USA soll eine Kirche Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens geworden sein. Radikale Christen sollen ihre eigenen Söhne über Stunden geschlagen haben - angeblich damit sie ihre Sünden bekennen und um Vergebung bitten. Einer der beiden Teenager überlebte das Martyrium nicht.

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Erneut ist eine Kirche in den USA Schauplatz eines Verbrechens geworden.

Quelle: dpa /Symbolfoto

New Hartford. Eine Kirche in New Hartford, US-Bundesstaat New York: Dort sollen Eltern ihren eigenen Sohn zu Tode geprügelt haben. Er wurde 19 Jahre alt. Der Polizeichef des Ortes, Michael Inserra, berichtet am Mittwoch (Ortszeit) in einer Pressekonferenz: Lucas und sein Bruder wurden in der örtlichen "Word of Life Church" mehrere Stunden geschlagen.

Angeblich sollten sie ihre Sünden bekennen und um Vergebung bitten. Christopher, der 17-jährige jüngere Bruder, überlebte das Martyrium schwer verletzt. Die "Word of Life Church" ist eine der vielen christlichen Freikirchen, die es in den USA gibt. Sie wurde 1981 gegründet. New Hartford liegt gute vier Autostunden nordwestlich von New York City.

Fäuste und Fußtritte – aber keine Waffen

Insgesamt wurden einschließlich der Eltern (65 und 59 Jahre alt) sechs Verdächtige festgenommen und angeklagt, darunter auch eine Schwester der Opfer. Alle plädierten auf nicht schuldig. Die Polizei sagte, möglicherweise würden im Zuge der Ermittlungen noch mehr Personen angeklagt.

Nach Schilderungen der Ermittler haben sich die Mitglieder der Kirche mit den beiden jungen Männern nach einem Gottesdienst in der Nacht zu Montag zu einer "Beratungssitzung" zurückgezogen. Dort geschahen die Verbrechen. Im Bauch, am Rücken, im Unterleib und an den Oberschenkeln: Die Polizei berichtete, Lucas und Christopher hätten schwerste Verletzungen und Brüche erlitten.

Kenntnis von Waffen haben die Ermittler nicht. Im Spiel gewesen seien Fäuste und Fußtritte. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten keine Fragen zu weiteren Details zum Motiv oder der Tat selbst beantworten. "Wir vermuten nicht, dass die Eltern ihren Sohn umbringen wollten", sagte Bezirksstaatsanwalt Scott McNamara. "Aber wir vermuten, dass sie ihn ernsthaft verletzten wollten. Letztlich ist er daran gestorben." Lucas sei von Familienmitgliedern am Montagmittag um 12.30 Uhr (Ortszeit) ins Krankenhaus gebracht worden - dort wurde sein Tod festgestellt.

Söhne durften "nicht wie normale Teenager leben"

Die Polizei begann mit einer Befragung der Eltern. Anschließend wurde die Kirche von mehreren Polizeieinheiten umstellt. Mehrere Mitglieder wurden Tag und Nacht verhört, außerdem seien einige Kinder in polizeiliche Obhut genommen worden.

Christopher wurde erst nach stundenlanger Suche im zweiten Stock der Kirche gefunden, einer früheren Schule. Seine Eltern hatten der Polizei nicht sagen wollen, wo sich ihr Sohn befindet. Nachbarn der Familie berichteten dem Sender CBS, die jungen Männer hätten "nicht wie normale Teenager" leben dürfen. Die beiden seien gezwungen gewesen, täglich zwei Stunden in der Bibel zu lesen. Am Freitag soll eine Anhörung der Eltern mehr Licht in diese Tat bringen.

dpa

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