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Politiker und Prominente trauern um Opfer

Reaktionen zum Amoklauf in München Politiker und Prominente trauern um Opfer

Der Überblick: Politiker aus aller Welt, Prominente und auch die Sportwelt reagieren fassungslos auf den Amoklauf in München. Wir stellen die wichtigsten Stimmen zusammen.

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Prominente wie Boris Becker (links) trauern ebenso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama um die Toten des Amoklaufs in München.

Quelle: dpa/Montage

München. Menschen gehen in München Einkaufen oder etwas Essen. Plötzlich fallen Schüsse. Der Amoklauf eines 18-Jährigen mit neun Todesopfern hinterlässt viele Menschen in Trauer und Fassungslosigkeit. Hier Reaktionen aus Politik, Kirchen und Gesellschaft.

DIE KANZLERIN:

Angela Merkel sprach von einer Nacht des Schreckens. "So ein Abend, so eine Nacht sind schwer zu ertragen", sagte die CDU-Chefin am Samstag. Das sei umso mehr der Fall, weil viele Schreckensnachrichten in ganz wenigen Tagen zusammengekommen seien - der Anschlag in Nizza, der Axt-Angriff in Würzburg und nun "die Morde in München". Merkel fügte hinzu: "Immer sind es Orte, an denen jeder von uns hätte sein können."

STIMMEN AUS MÜNCHEN:

Bayerische Politiker legten am Tatort einen Kranz nieder. Die "brutale und menschenverachtende Tat" erfülle alle "mit Trauer und Schrecken", teilte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bereits vorher mit. Die Gedanken seien bei Opfern und Angehörigen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte: "Heute ist ein Tag der Trauer - nicht des Feierns." Deshalb seien alle städtischen Feste und Feiern für dieses Wochenende abgesagt.

WEITERE DEUTSCHE POLITIKER:

Bundespräsident Joachim Gauck sprach von einem "mörderischen Angriff". Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte: Wenn er sehe, wie viele Kinder und Jugendliche und wie viele unterschiedliche Nationen unter den Opfern seien, zerreiße es einem "schier das Herz". ( Eine ausführlichere Reaktion hier)

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) warnte vor einer Verrohung der Gesellschaft. Unabhängig davon, was die Motive für die Tat gewesen sein mögen, "müssen wir aber noch mehr darauf achten, dass sich Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft generell nicht weiter ausbreiten".

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) warnte vor zu schnellen Rückschlüssen. "Das Attentat von München war offenbar ein leider typischer Amoklauf und damit das Werk eines psychisch kranken Einzeltäters ohne politische Motivation."

POLITIKER AUS DEM AUSLAND:

Viele Staaten drückten ihre Anteilnahme aus. Russlands Präsident Wladimir Putin übermittelte sein Mitgefühl. Dänemarks Regierungschef Lars Løkke Rasmussen schrieb bei Twitter: "Wieder einmal traurig über einen Angriff auf unschuldige Menschen. Ein tragischer Sommer in Europa."

Viele Kollegen hätten ihre Anteilnahme und Solidarität mit Deutschland zum Ausdruck gebracht, sagte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im chinesischen Chengdu am Rande eines Treffens der G20-Finanzminister. "Dass wir in einer gefährlichen Welt leben, (...) ist leider keine neue Erfahrung."

Auch Frankreichs Präsident François Hollande drückte seine Solidarität aus. US-Präsident Barack Obama hatte bereits am Freitagabend gesagt: "Deutschland ist einer unserer engsten Verbündeten. Wir werden ihnen jegliche Unterstützung zusagen, die sie in diesen Umständen brauchen können."

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras rief dazu auf, gegen Gewalt in Europa vorzugehen. "Wir dürfen es nicht zulassen, dass Gewalt zur Zukunft Europas wird", schrieb Tsipras auf Twitter.

Auch der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sprach sein Mitgefühl aus: "Normale Menschen wurden beim Einkaufen oder Arbeiten an einem normalen Freitagabend brutal ermordet oder verwundet."

VERTRETER DER KIRCHEN:

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm , warnte vor Rachegefühlen: "Was immer der Hintergrund der Gewalttat ist: Wir werden niemandem den Triumph gönnen, dass sich Angst, Hysterie oder Rachegefühle ausbreiten."

Der Münchner Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx rief zum Gebet für alle von Gewalt und Terror Betroffenen auf. "An vielen Orten vergiften Gewaltakte unser gesellschaftliches Klima mit Angst und Schrecken", sagte Marx, der auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist. Es komme nun darauf an, dagegen Zeichen der Hoffnung, des Friedens und des Zusammenhalts zu setzen.

Der Vorsitzende des Münchner Forums für Islam, Imam Benjamin Idriz , zeigte sich "entsetzt". Nach seinen Angaben hatten die Moscheen über Nacht allen Hilfesuchenden offen gestanden. Idriz rief dazu auf, dass der "Geist der Mitmenschlichkeit" die Botschaft dieser "schrecklichen Nacht" sein solle.

PROMINENTE:

Boris Becker schrieb bei Twitter: "Unfassbar was heute um 17:52 in München passiert ist ! Meine Gedanken sind mit den Familien, die ihre Liebsten verloren haben."

Prinz Albert von Monaco drückte in einer Nachricht an Merkel seine "tiefe Traurigkeit" aus.

SPORTWELT:

Auch die Sportwelt reagierte betroffen. "Trauer, Mitgefühl, Fassungslosigkeit. Der FC Bayern München ist in Gedanken bei allen Betroffenen", schrieb der deutsche Fußball-Rekordmeister am Freitagabend beim Twitter.

Vor Anpfiff des Testspiels der Münchner gegen die SpVgg Landshut versammelten sich die Spieler beider Teams zu einer Schweigeminute:

Der neue Trainer Carlo Ancelotti reagierte bestürzt. "Sehr traurig... Unverständlich... Mein tiefes Mitgefühl mit den Opfern und Ihren Familien", teilte der Italiener mit.

dpa/RND

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