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Panorama Rettung nach Höhlendrama zieht sich hin
Nachrichten Panorama Rettung nach Höhlendrama zieht sich hin
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13:26 11.06.2014
Zwei Teams mit Ärzten sind auf dem Weg zu dem schwer verletzten Forscher. Quelle: dpa
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Die Rettungsaktion in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden zieht sich hin. Ein Team mit einem Arzt konnte noch nicht zu dem schwer verletzten Höhlenforscher Johann Westhauser in 1000 Metern Tiefe vordringen. Der Mediziner und seine drei Begleiter seien in Biwak 3 etwa auf halber Höhe, sagte der stellvertretende Chef der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider, am Mittwoch. Die Gruppe müsse ausruhen und komme derzeit nicht weiter. Eine italienische Gruppe mit einem weiteren Arzt sei in die Höhle eingestiegen und soll bis Biwak 3 aufschließen.

Damit sind nun zwei Ärzte zu dem 52 Jahre alten Verletzten unterwegs, der seit Sonntag in der tiefsten und längsten Höhle Deutschlands ausharrt. Die Höhle sei extrem schwierig. „Für mich ist das die absolute Ausnahme, wenn da einer runterkommt“, sagte Schneider. Die ärztliche Untersuchung des Forschers nannte er einen „Meilenstein“ im Verlauf der Rettungsarbeiten. Nach der Untersuchung sei möglicherweise klarer, wann und wie der Aufstieg mit dem Verletzten in Angriff genommen werden könne.

Zunächst hatten die Helfer gehofft, dass ein Mediziner den Verletzten, der derzeit von einem Schweizer Team betreut wird, am Mittwochmorgen erreichen könnte. Westhauser, der zu den extremsten Höhlenforschern Deutschlands zählt, hatte die Höhle mitentdeckt und erforscht sie mit seinen Kollegen seit Jahren. Er war mit zwei anderen Forschern von einem Steinschlag überrascht und von einem Brocken am Kopf getroffen worden. Sein Zustand sei aber stabil, sagte Schneider. Er soll ansprechbar sein und mit Hilfe stehen können.

Für den Aufstieg ist es nötig, dass Westhauser mithelfen kann - etwa gibt es eine Engstelle, die nur passierbar ist, wenn man den Kopf schräg legt und den Bauch einzieht. Unter anderem mit Hilfe von Flaschenzügen könnte er über senkrechte Stellen gebracht werden. Ob das sitzend oder in einem Bergesack möglich sein wird, ist offen. Ebenso unklar ist, wie er geborgen werden soll, falls er nicht aus eigener Kraft etwas tun kann.

dpa

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