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Panorama Riesige Rauchwolke zieht nach Niedersachsen
Nachrichten Panorama Riesige Rauchwolke zieht nach Niedersachsen
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20:46 01.07.2011
In Porta Westfalica steht eine Mülldeponie in Flammen, eine schwarze Rauchwolke sorgt für zahlreiche Behinderungen. Quelle: dpa
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Porta Westfalica

Mehrere hundert Ballen mit Kunststoffabfällen sind auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs in Porta Westfalica unweit der Grenze zu Niedersachsen in Flammen aufgegangen. Die nahe gelegene Bahnstrecke zwischen Hannover und Bielefeld sowie die Bundesstraße 482 mussten gesperrt werden. Tausende ICE- und Intercity-Fahrgäste auf der Strecke zwischen Berlin und Köln wurden großräumig umgeleitet. Es kommt weiterhin zu Verspätungen von bis zu 90 Minuten. Auch der Regionalverkehr zwischen Ostwestfalen und Niedersachsen ist beeinträchtigt.

Nach Auskunft der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke war das Feuer gegen 9.24 Uhr aus bisher unbekannten Gründen ausgebrochen. 40 Mitarbeiter wurden unverletzt evakuiert, sagte ein Sprecher des Entsorgungsbetriebs. Zuvor war es einigen von ihnen gelungen, etliche noch nicht brennende Ballen aus der Gefahrenzone zu bringen. Dem Sprecher zufolge handelt es sich um Gelben-Sack-Müll, der in einem Offenlager auf dem Gelände der Unternehmenszentrale aufgestapelt lag. Zeitweilig schlugen die Flammen bis zu 20 Meter hoch.

Bis zu 300 Feuerwehrleute sind im Einsatz um zu verhindern, dass das Feuer auf eine Lagerhalle übergreifen kann. Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem niedersächsischen Osnabrück, Rinteln und Bückeburg beteiligten sich an den Löscharbeiten. Die Bückeburger Heeresfliegerwaffenschule setzte neben Großtanklöschwagen auch zwei Helikopter mit Spezialbehältern ein. Vier Feuerwehrleute verletzten sich leicht. Die Löscharbeiten könnten bis in die Nacht hinein dauern, sagte Feuerwehrsprecher Michael Horst.

Über dem Lager steht eine gewaltige schwarze Rauchwolke. Die Mindener Feuerwehr und das Land Nordrhein-Westfalen setzten Schadstoffmesswagen ein. Ergebnisse lagen zunächst nicht vor. Die Kreisverwaltung bat die Bevölkerung, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Rauchglocke erreichte gegen Mittag das 17 Kilometer entfernte Rinteln in Niedersachsen. Die Stadt richtete ein Bürgertelefon unter der Rufnummer (05751) 403-123 ein.

Fünf Messwagen prüften auch hier die Luft auf Schadstoffe, sagte Rintelns Erster Stadtrat Jörg Schröder. Eine Belastung wurde aber nicht festgestellt. Vorsorglich stellte die Stadt Schulen und Kindergärten frei, die Kinder und Jugendlichen von ihren Eltern abholen zu lassen. Schröder zufolge wurde der Unterricht am Rintelner Gymnasium vorzeitig beendet.

Petra Zottl

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