Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Mann lebte mit totem Bruder einen Monat zusammen
Nachrichten Panorama Mann lebte mit totem Bruder einen Monat zusammen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:39 01.12.2016
In Rostock hat ein Mann die Polizei gerufen, nachdem er offenbar einen Monat lang mit seinem toten Bruder in einer Wohnung gelebt hat.  Quelle: dpa / Symbolbild
Anzeige
Rostock 

 Der 49-jährige Mann aus Rostock hatte am Donnerstagmorgen der Polizei gemeldet, dass sein vier Jahre jüngere Bruder gestorben sei. Daraufhin hätten die Einsatzkräfte den Toten „in der Küche sitzend“ vorgefunden, teilten die Ermittler mit. Den Angaben zufolge starb dieser bereits am 31. Oktober an einer schweren Krankheit.

Männer lebten mehr als 20 Jahre zusammen

Offenbar lebte der 49-Jährige einen Monat lang mit seinem toten Bruder in einer Wohnung, ohne einen Notarzt, die Polizei oder Familienangehörige zu verständigen. Der Grund dafür ist noch unklar. Die Ermittler vermuten, dass der Mann auf diese Weise versucht habe, seine Trauer über den Verlust des Bruders zu verarbeiten.

Beide Männer hätten mehr als 20 Jahre lang gemeinsam in der Wohnung gelebt, berichtet die „Ostsee-Zeitung“. Ein Polizei-Sprecher sagte der „Bild“-Zeitung, dass der Mann einfach mit seinem toten Bruder weitergelebt habe wie bisher. „Dazu gehörte auch das gemeinsame Essen – als ob nie etwas passiert wäre.“

Am Donnerstag rief er schließlich doch die Polizei – warum, war zunächst ebenfalls unklar. Eine Ärztin stellte den natürlichen Tod des 45-Jährigen fest. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet, prüft die Polizei Ermittlungen gegen den 49-Jährigen – eventuell wegen unterlassener Hilfeleistung mit Todesfolge.

Von dpa/RND/wer/OZ

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben. Es gibt bereits erste Spekulationen über die Hintergründe.

01.12.2016

Der Skandal um Kindesmissbrauch im britischen Fußballverband zieht immer weitere Kreise: Nach Polizeiangaben vom Donnerstag meldeten sich bereits rund 350 mutmaßliche Opfer.

01.12.2016

Polizei und Staatsanwaltschaft Verden haben in internationaler Zusammenarbeit eines der weltweit größten „Botnetze“ aufgedeckt. 16 Personen werden beschuldigt, allein in Deutschland sechs Millionen Euro von Online-Banking-Kunden ergaunert zu haben.

01.12.2016
Anzeige