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"Nachtwölfe" feiern Sieg über Nazi-Deutschland

Russische Rocker in Berlin "Nachtwölfe" feiern Sieg über Nazi-Deutschland

Wie schon im vergangenen Jahr sind patriotische russische Rocker auf Motorrädern durch Berlin gefahren. Anlass ihrer Demonstration ist das Ende des Weltkrieges vor 71 Jahren. Bei der Auswahl ihrer Maschinen zeigten die "Nachtwölfe" allerdings nicht viel Vaterlandsnähe.

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Auf dem Motorrad durch Berlin: Russische Rocker "Nachtwölfe" gedenken am Sowjetischen Ehrenmal dem Weltkriegs-Ende.

Quelle: dpa

Berlin. Die eigens aus Moskau angereiste Biker der "Nachtwölfe" haben zusammen mit Veteranen der früheren sowjetischen Armee und weiteren Russen in Berlin an das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert. Am Montagvormittag legten die Rocker am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park einen Kranz nieder. Auch einige Veteranen beteiligten sich in Uniform und mit Orden geschmückt an der Veranstaltung. Insgesamt kamen etwa tausend Menschen zusammen - zum Teil mit russischen und sowjetischen Fahnen. Sie zelebrierten den Sieg über Nazi-Deutschland vor 71 Jahren. Der 9. Mai ist in Russland der "Tag des Sieges".

Mitglieder des russischen Motorradclubs "Nachtwölfe" und Anhänger von ausländischen Ablegern der Gang gedenken in Berlin am Sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten des Kriegsendes am 08. Mai 1945. Der 9. Mai ist in Russland der "Tag des Sieges".

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Die "Nachtwölfe" gelten als Unterstützer des russischen Präsidenten Wladimir Putin und der Krim-Annexion sowie als extreme Nationalisten. Allerdings endet der Patriotismus bei der Auswahl ihrer fahrbaren Untersätze – zu sehen waren meist Motorräder deutscher, amerikanischer und japanischer Marken.

Umstrittene "Siegesfahrt" von Moskau nach Berlin

Die Rockergruppe war im Konvoi mit einigen Dutzend Motorrädern erst leicht verspätet am Vormittag vorgefahren. Viele Mitglieder trugen Fahnen oder Transparente. Den russischen Rockern schlossen sich auch Unterstützer, etwa aus Serbien und Deutschland, an. Sie starteten vom Treptower Park zu einer Fahrt durch die Berliner Innenstadt. An einer weiteren Gedenkstätte nahe dem Brandenburger Tor wollten die Rocker einen weiteren Kranz niederlegen.

Los ging es für die Gruppe am 29. April in Moskau. Wie im vergangenen Jahr führte ihre umstrittene "Siegesfahrt" von Moskau nach Berlin über die Slowakei und die Tschechische Republik. Polen hatte ihnen die Einreise verboten. Bei der Fahrt im vergangenen Jahr hatten deutsche Behörden die Visa mehrerer Mitglieder abgelehnt und die Einreise verhindert.

Bereits am 3. Mai waren die Rocker in Deutschland angekommen. Zwei Tage zuvor passierten sie die Grenze der EU.

dpa/RND/fw

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