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SEK stürmt Kanzlei – zwei Männer tot

Polizei-Einsatz in Stuttgart SEK stürmt Kanzlei – zwei Männer tot

Im Büro einer Stuttgarter Anwaltskanzlei hat die Polizei zwei Leichen mit Schusswunden gefunden: einen Rechtsanwalt und einen Mann aus Hessen. Bisher ist unklar, was in dem Haus geschehen ist.

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Die Polizei ist für einen Großeinsatz mit Spezialkräften in den Osten Stuttgarts ausgerückt – ein Mensch soll dort mit einer Schusswaffe in eine Rechtsanwaltskanzlei eingedrungen sein.

Quelle: Willinger/dpa

Stuttgart. Die Rechtsanwaltskanzlei liegt in einer gehobenen Gegend im Osten Stuttgarts. Das Wohngebiet war am Nachmittag von der Polizei weiträumig abgesperrt worden. Stadtbahnhaltestellen wurden nicht mehr angefahren. Anlieger wurden aufgerufen, nicht an die Fenster zu treten.

Zeugin alarmiert die Polizei

Ein Polizeisprecher sagte am Montagnachmittag, eine fremde Person habe mit einer Schusswaffe in der Hand das Haus betreten. Einer Mitteilung zufolge habe eine Nachbarin gegen 13.00 Uhr einen Mann beobachtet, der mit einer Schusswaffe hantierte und hieraus möglicherweise einen Schuss abgab. Daraufhin habe die Zeugin die Polizei informiert.

Am Montag ist ein bewaffneter Mann in eine Kanzlei eingedrungen. Als Polizisten das Gebäude stürmten, fanden die Spezialeinsatzkräfte im Keller zwei tote Männer.

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Das Spezialeinsatzkommando (SEK) rückte an, Straßen wurden mit Flatterbändern und Polizeiwagen abgeriegelt. Notarztwagen standen parat. Die Spezialkräfte versuchten, Kontakt in das Haus zu bekommen – bis zuletzt erfolglos, wie ein Polizeisprecher erklärte. Gut 300 Polizisten waren im Einsatz.

Polizei: SEK gab keinen Schuss ab

Lange sprachen die Polizisten von einer "unklaren Bedrohungslage". "Es ist davon auszugehen, dass zwei Personen in dem Gebäude sind", sagte der Polizeisprecher am Nachmittag. Von einer Geiselnahme lasse sich nach bisherigen Erkenntnissen aber nicht sprechen, da unklar sei, was in dem Gebäude vor sich gehe.

Am späten Nachmittag wagten sich die Spezialkräfte schließlich vorsichtig – gepanzert und bewaffnet – in das Haus. Sie fanden einen 75-jährigen Rechtsanwalt und einen 67-jährigen Mann aus dem Großraum Frankfurt am Main – beide lagen tot im Untergeschoss. Zum Verhältnis der beiden sagten die Beamten zunächst nichts. "Nach derzeitigem Ermittlungsstand war an der Tat keine weitere Person beteiligt", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Das SEK zog am frühen Abend ab, die Spurensicherung nahm die Arbeit auf in dem zartgelben Haus mit den weißen Schlagläden und der blau-weiß gestreiften Markise. Details zum Tathergang gebe es frühestens am Dienstag, sagte ein Polizeisprecher.

dpa/afp/RND/wer

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