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"Snowzilla": Zahl der Toten steigt auf 31

Scheesturm an der US-Ostküste "Snowzilla": Zahl der Toten steigt auf 31

Beim Schneesturm "Jonas" entlang der US-Ostküste sind am Wochenende mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Während New York schon am Sonntag langsam wieder zur Normalität zurückkehrte, kämpfte Washington weiter mit den Nachwirkungen des heftigen Wintersturms.

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In Washington waren Autos und Straßen auch am Montag noch komplett eingeschneit.

Quelle: dpa

New York. Opfer durch "Snowzilla" gab es außer in der US-Hauptstadt in den Bundesstaaten New York, North Carolina, South Carolina, Ohio, Virginia, Kentucky, Arkansas, Maryland und Delaware. Die meisten kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben, mehrere Opfer erlitten Herzinfarkte beim Schneeschippen. Außerdem starben Menschen in ihren Autos an Kohlenmonoxid-Vergiftungen.

Washington hatte die ungewöhnliche Entscheidung getroffen, neben dem Bus- und Zugverkehr auch den U-Bahnservice vorübergehend komplett einzustellen. Die U-Bahnen fuhren auch am Montag nur im Abstand von 20 bis 25 Minuten, und auch das nur auf der Hälfte der städtischen Linie. Ebenso wurde der Busverkehr nur auf den wichtigsten Strecken und erst ab Mittag wiederaufgenommen. Auf den beiden Washingtoner Flughäfen blieb der Betrieb ebenfalls eingeschränkt. Die Müllabfuhr wurde bis Dienstag komplett eingestellt.

85 Millionen Menschen betroffen

Das US-Repräsentantenhaus sagte gleich für die gesamte Woche alle Sitzungen ab, Abstimmungen sind erst wieder ab dem 1. Februar vorgesehen. Die von Schneehaufen umringten Bürgersteige in der Washingtoner Innenstadt waren weitgehend menschenleer, da Behörden und viele Geschäfte am Montag geschlossen blieben. "Snowzilla" hatte für den größten Teil des Wochenendes das öffentliche Leben in einem Dutzend Staaten lahmgelegt, betroffen waren rund 85 Millionen Menschen.

2500 Schneepflüge im Einsatz

In der Bundeshauptstadt fielen bis Samstagabend 56 Zentimeter Neuschnee, die Schneedecke im New Yorker Central Park erreichte mit 68 Zentimetern innerhalb eines Tages fast Rekordniveau. "Meiner Einschätzung nach haben wir mehr Schnee gehabt, als ich je in Washington gesehen habe", sagte Bürgermeisterin Muriel Bowser. "Wir arbeiten hart daran, alle Straßen in Wohngebieten freizuschaufeln." New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sagte, in der Ostküstenmetropole seien bis zu 2500 Schneepflüge im Einsatz gewesen.

Hunderttausende ohne Strom

Insgesamt fielen seit Freitag mehr als 11.000 Flüge aus, tausende Autofahrer blieben im Schnee stecken. Zwischenzeitlich waren hunderttausende Menschen ohne Strom - Pannen gab es nicht zuletzt durch das Gewicht des Schnees auf den oberirdisch verlegten Elektrizitätsleitungen.

Behörden und Schulen blieben auch am Montag geschlossen, der öffentliche Nahverkehr lief nur langsam wieder an. Am Sonntag nutzten Einsatzkräfte eine Beruhigung der Wetterlage und steigende Temperaturen, um zugeschneite Straßen mit Spezialfahrzeugen zu räumen. Schrittweise wurden die Fahrverbote aufgehoben.

Schneeballschlachten in New York und Washington

In New York öffneten die Museen wieder ihre Türen, die Theater am Broadway nahmen ihren Betrieb wieder auf. Tausende Kinder und Erwachsene genossen mit Schneeschuhen, Schlitten und Schneeballschlachten die verschneiten Parks. In Washington hatten sich etwa 3400 Menschen über soziale Netzwerke zu einer riesigen Schneeballschlacht verabredet, aber wegen des eingeschränkten Verkehrs schafften es bei weitem nicht alle bis zum Austragungsort.

afp/so

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