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Eine völlig verkorkste Taxifahrt

Fahrverbot und Geldstrafe Eine völlig verkorkste Taxifahrt

Fliegende Koffer, herbe Beleidigungen und eine kurzzeitige Geiselfahrt: In Frankfurt ist einem Taxifahrer der Kragen geplatzt. Und das hat nun Folgen: Vor Gericht wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt und mit einem Fahrverbot belegt. Reue zeigt der Taxifahrer nicht. Im Gegenteil.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Frankfurt. Weil er einen weiblichen Fahrgast aus nichtigem Grund beleidigt und nicht aus dem Auto gelassen hat, ist ein Taxifahrer in Frankfurt zu 800 Euro Geldstrafe (80 Tagessätze) verurteilt worden. Der 42-Jährige habe sich neben Beleidigung und Freiheitsberaubung auch noch einer Sachbeschädigung schuldig gemacht, hieß es am Dienstag im Urteil des Frankfurter Amtsgerichts.

Der Fahrer hatte nach dem Ende der Fahrt den Koffer der Frau auf die Straße geworfen und dadurch beschädigt. Um dieses Gepäckstück ging es auch vor Beginn der Fahrt am Frankfurter Hauptbahnhof.

"Ich bin hier nicht der Kofferträger"

Der Taxifahrer machte seinem Ärger Luft, dass der Koffer in vier Meter Entfernung stand "und ich hier nicht der Kofferträger bin".

In dem Taxi gab es dann Streit um offene Fenster, die der Fahrer nicht schließen wollte. Schließlich beleidigte er die Frau unter anderem als "Schlampe" und fuhr sie in eine völlig andere Richtung. Ihrer Bitte, anzuhalten und sie aus dem Auto zu lassen, folgte er erst nach mehreren Minuten.

Vor Gericht bestritt der Mann die Vorwürfe und nannte die Frau "eine psychisch kranke Narzisstin". Der Richter glaubte jedoch der Zeugin und verhängte neben der Geldstrafe auch noch ein einmonatiges Fahrverbot, das den Taxifahrer besonders treffen werde.

dpa

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