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Schröder verliebt in Pyeongchang

Olympia-Besuch Schröder verliebt in Pyeongchang

Gerhard Schröder und seine zukünftige Ehefrau Soyeon Kim fiebern in Pyeongchang mit den deutschen Athleten mit. Nebenbei verrät der Altkanzler, dass er mittlerweile die Golf-Platzreife hat und wie er sich die gemeinsame Zukunft mit Soyeon Kim vorstellt.

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Sportlich: Soyeon Kim in der Jacke des deutschen Teams und Altkanzler Gerhard Schröder im Deutschen Haus.

Quelle: dpa

Pyeongchang. Altkanzler Gerhard Schröder ist auf olympischer Mission – natürlich nicht ohne seine zukünftige Ehefrau, die Koreanerin Soyeon Kim. Gemeinsam schaute das Paar sich den historischen Auftritt der koreanischen Eishockey-Mannschaft an und fieberte beim Biathlon-Gold von Arnd Pfeiffer mit. Auch die verschobene Ski-Abfahrt hätte der 73-Jährige gern gesehen.

Schröder – „eigentlich habe ich ja keine Beziehung zum Wintersport“ – spielt immer noch ein wenig Fußball und „ganz intensiv Tennis. Und seit kurzem auch Golf. Die Platzreife habe ich“.

Soyeon Kim bekommt einen Mittelstandspreis

Schröder wollte noch am späten Montagabend zurück nach Deutschland fliegen: „Meine Partnerin bekommt einen Mittelstandspreis für deutsch-koreanische Wirtschaftskontakte von einem wichtigen Verband, und da würde ich sie gerne begleiten.“

Schon im Januar war das Paar mit dem ehemaligen Bundesliga-Star Bum-Kun Cha an der innerkoreanischen Grenze unterwegs. „Das ist ja irre, jeder Koreaner kennt ihn“, erzählt Schröder und ist noch immer begeistert über die Begegnung mit dem einstigen Fußball-Star. „Bum-Kun Cha war bekannter als er“, sagt Soyeon Kim und lächelt den Altkanzler an.

Der Hochzeitstermin steht noch nicht fest

Dass geheiratet wird, hat das Paar bereits bekanntgegeben. Der genaue Hochzeitstermin steht allerdings noch nicht fest. „Wir sind noch in der Planung“ verrät Soyeon Kim, die in Marburg studiert hat und bei NRW.invest Korea mit dem Hauptsitz in Düsseldorf als Repräsentantin arbeitet.

Mit seiner fünften Ehefrau will Schröder künftig in Deutschland und in Korea leben. „Es wird aber nicht so sein, dass man sagt, ein halbes Jahr hier, ein halbes Jahr da“, sagt der frühere Bundeskanzler. „Ich glaube, dass es ihr leichter fällt als mir, weil sie ist mit der deutschen Kultur sehr viel vertrauter, als ich mit der koreanischen bin“, sagt Schröder.

Eine neue Sprache zu lernen, hält jung

Korea sei für Schröder bestimmt eine Bereicherung, glaubt Soyeon Kim, „ein neues Land, eine neue Sprache kennenzulernen, das hält jung“. Deswegen lernt Schröder die Sprache. „Das ist verdammt schwer. Sowohl was das Alphabet angeht als auch die Aussprache“, sagt der ehemalige SPD-Vorsitzende. „Ein paar Brocken kann ich, aber mehr nicht.“ Das Wenige, sagt Soyeon Kim, „ist sehr perfekt, jeder Koreaner versteht dich“.

Über die Politik in der Heimat will Schröder nicht sprechen. „Wenn ich mich jetzt hier aus Korea zur Situation in Deutschland äußern würde, wäre das für niemanden eine Hilfe. Dann würde es heißen, der lässt es sich gut gehen mit seiner wunderbaren Frau und gibt kluge Ratschläge. Das kann ich nicht machen.“

Von dpa/RND

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