Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Zwei Tote bei Schüssen in Berliner Krankenhaus

SEK vor Ort Zwei Tote bei Schüssen in Berliner Krankenhaus

Am Dienstagmittag sind in einem Krankenhaus in Berlin-Steglitz Schüsse gefallen: Ein Patient hatte auf einen Arzt im Benjamin-Franklin-Krankenhaus gefeuert und sich dann selbst getötet. Trotz Notoperation starb der Arzt kurze Zeit später.

Voriger Artikel
Schmerzensgeld für U-Haft mit Kettenrauchern
Nächster Artikel
Mann hängt 16 Stunden im Altkleidercontainer fest

Ein Kieferorthopäde in einem Krankenhaus der Berliner Uniklinik Charité ist angegriffen und tödlich verwundet worden.

Quelle: dpa

Berlin. In einem Krankenhaus in Berlin-Steglitz hat ein Patient auf einen Arzt geschossen und ihn so schwer verletzt, dass er kurz darauf starb. Der Täter tötete sich anschließend selbst, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. Hinweise auf einen islamistischen oder einen anderen terroristischen Hintergrund der Tat gebe es nicht, so die Polizei. Der Arzt war Kieferorthopäde im Benjamin-Franklin-Krankenhaus, einem Standort der Uniklinik Charité.

Täter wollte behandelt werden

Die Tat geschah gegen 13.00 Uhr in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie im 4. Obergeschoss. Der Täter war ein Patient und wollte behandelt werden. Er schoss mehrfach auf den Arzt in einem Zimmer, das er dann wieder verließ – er erschoss sich schließlich selbst. Der Arzt wurde sofort notoperiert, starb aber an einer oder mehreren Schusswunden.

Eine Polizeisprecherin sagte gegen Mittag: "Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine Hinweise auf weitere Verletzte und keine Hinweise auf einen weiteren Täter." Die Kriminalpolizei ermittelt die Hintergründe der Tat. Der Alarm war gegen 13.00 Uhr bei der Polizei eingegangen. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) wurde losgeschickt.

Wie auch die Polizei in München, informierten die Beamten aus Berlin via Twitter. Sie hielten damit die Menschen auf dem Laufenden und ließen wenig Raum für Gerüchte.

Ein Angestellter im Krankenhaus berichtete, dass er und seine Kollegen von der Klinikleitung über Schüsse informiert worden waren. Die Angestellten wurden von der Klinikleitung aufgefordert, in ihren Räumen zu bleiben und die Türen abzuschließen. Später sollten die Mitarbeiter das Gebäude verlassen, konnten aber bald darauf zurückkehren.

Vor dem Gelände standen am Mittag laut Augenzeugen mindestens 20 Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Die Zufahrt war zeitweise gesperrt. Das Krankenhaus im Südwesten Berlins ist einer von vier Standorten der Charité, der größten Universitätsklinik Europas. Es wurde in den 60er Jahren errichtet und hat knapp 900 Betten.

dpa/RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.