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Schützenkönig bei Salutschuss getötet

Sauerland Schützenkönig bei Salutschuss getötet

Unglaubliche Tragödie: Ein Schützenfest im Sauerland wird mit Böllerschüssen aus Kanonen eröffnet. Stücke der Kanonen lösen sich. Ein Teil trifft den amtierenden Schützenkönig und tötet ihn.

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Ein Loch ist in einem Fenster der Schützenhalle Marsberg im Sauerland zu sehen. Das Fenster war am Vortag von einem Metallteil durchschlagen worden. Das Teil hatte sich bei einem Kanonenschuss gelöst, den Schützenkönig getroffen und war durch das Fenster geflogen. 

Quelle: Bernd Thissen/dpa

Marsberg. Bei der Eröffnung eines Schützenfestes mit Kanonenböllern ist der amtierende Schützenkönig von einem Kanonenteil tödlich getroffen worden. Nach Polizeiangaben wurden drei gusseiserne Kanonen beim sogenannten Anböllern in Marsberg im Sauerland gezündet. Wegen des Drucks seien Metallteile von zwei Kanonen nach hinten geschleudert worden, wo auch Freunde, Familie und Hofstaat des Schützenkönigs standen, teilte die Polizei mit. Eines der Teile habe den 30 Jahre alten Mann getroffen.

Noch während der Behandlung im Krankenhaus starb er den Angaben zufolge an seinen Verletzungen. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung. Die Kanonen wurden nach ersten Erkenntnissen von Mitgliedern eines anderen Vereins gezündet. Ein Seelsorger und ein psychologisch geschultes Notfallteam betreuten nach Angaben eines Sprechers 20 bis 30 geschockte Menschen. Laut Polizei gab es keine weiteren Verletzten. Das Fest wurde abgebrochen.

Der Schützenkönig habe in einer kleineren Gruppe mit drei, vier Leuten zusammengestanden. "Es hätte noch schlimmer kommen können", sagte Polizeisprecher Ludger Rath. Ob die Zeugenvernehmungen bereits am Sonntag beginnen können, hängt nach seinen Angaben davon ab, wie stark die Leute unter dem Eindruck des Geschehens stehen. "Sie müssen sich auch in der Lage fühlen, mit uns darüber zu sprechen", sagte Rath. Auch der technische Zustand der Kanonen werde bei den Ermittlungen eine Rolle spielen.

dpa

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