Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Schwarzfahren ist ab heute teurer

60 statt 40 Euro Schwarzfahren ist ab heute teurer

Ab sofort müssen Schwarzfahrer tiefer in die Tasche greifen. Weil das bisherige Strafgeld von 40 Euro angeblich nicht mehr genug abschreckt, ist es auf 60 Euro erhöht worden. Aber noch nicht überall.

Voriger Artikel
Immer weniger Jugendliche betrinken sich
Nächster Artikel
Ehe-Aus bei Ben Affleck und Jennifer Garner

"Schwarz fahren, Blau ärgern": Die Verkehrsbetriebe weisen auf das höhere Strafgeld für Schwarzfahrer hin.

Quelle: dpa

Hannover. „Schwarzfahren in Bussen und Bahnen darf sich nicht lohnen“, sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Er hatte eine Bundesrats-Initiative aufgegriffen und zwei Verordnungen angepasst. Deswegen wird zum ersten Mal seit zwölf Jahren das "erhöhte Beförderungsentgelt" höher.

Aber nicht alle Verkehrsbetriebe schaffen die Umstellung rechtzeitig. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn, in Hamburg, München und im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gelten die Änderungen etwa erst ab August. Berlin stellte aber bereits um. Der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) auch. Hier kostet Schwarzfahren ab heute 60 Euro.

Verband forderte sogar noch strengere Regeln

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und das Verkehrsministerium erhoffen sich von den 20 Euro mehr eine stärker abschreckende Wirkung. Schwarzfahrer kosten die Unternehmen laut VDV jedes Jahr rund 350 Millionen Euro. Verbraucherschützer und der Fahrgastverband Pro Bahn kritisieren, dass die Erhöhung auch diejenigen treffe, die sich nicht in den komplizierten Tarifsystemen zurechtfinden oder am Automaten scheiterten.

Der VDV hatte sich sogar für noch strengere Regeln eingesetzt. Notorische Schwarzfahrer sollten beim zweiten und dritten Mal nicht mehr mit 60 Euro davonkommen, sondern bis zu 120 Euro zahlen müssen. Auch der Fahrgastverband Pro Bahn und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vertreten die Meinung, dass nur gestaffelte Geldbußen etwas bewirken. So etwas ist nun nicht vorgesehen.

dpa

Kuriose Ausreden

Wenn Kontrolleure Schwarzfahrer erwischen, bekommen sie so manche Ausrede zu hören. Häufig muss die zu Hause vergessene Monatskarte oder ein kaputter Fahrscheinautomat herhalten. Doch es geht auch origineller - eine Auswahl:

"Mein Hund hat meinen Fahrschein gefressen."

"Die Zugluft hat mir den Fahrschein aus der Hand gerissen."

"Ich habe geglaubt, Sonntag ist gratis."

"Meine Freundin hat Schluss gemacht und alles weggeworfen, was ich habe."

"Ich wusste nicht, dass man für eine Station auch eine Fahrkarte lösen muss."

"Ich habe meine alte Karte gezeigt, weil ich meine neue weggeschmissen habe."

Sie sei "Königin Adriane" und wohne im Berliner Schloss Charlottenburg, behauptete eine beim Schwarzfahren in einem Zug in Schleswig-Holstein erwischte Frau.

Quelle: verschiedene Verkehrsbetriebe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.