In Deutschland ist das Schweinegrippe-Virus möglicherweise erneut von einem Erkrankten auf weitere Menschen übertragen worden. Wie Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Gerlinde Kuppe (SPD) am Dienstag in Magdeburg mitteilte, gibt es im Umfeld eines erkrankten Mannes im Harz zwei weitere Verdachtsfälle.
Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus? Im Harz gibt es zwei neue Verdachtsfälle.
Labortests am Robert-Koch-Institut (RKI) sollen endgültige Gewissheit bringen.
Das RKI hatte kurz zuvor den Schweinegrippe-Fall in Sachsen-Anhalt bestätigt. Es handelt sich um den bisher neunten Fall in Deutschland. Der 38-Jährige Mann war in der vergangenen Woche von einer Mexikoreise zurückgekehrt. Am Wochenende war er mit Grippe-Symptomen zu einem Arzt gegangen. Da er nur leichte Symptome zeigte, wurde er nicht ins Krankenhaus eingewiesen. Das zuständige Gesundheitsamt hatte die Kontaktpersonen des Erkrankten ermittelt. Sie wurden vorsorglich mit antiviralen Mitteln behandelt.
Bereits in der vergangenen Woche war erstmals eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus in Deutschland bekannt geworden. Das Virus wurde in Bayern bei einer Krankenschwester diagnostiziert, die sich bei einem Patienten angesteckt hatte. Der Patient hat außerdem noch einen anderen Mann infiziert, der mit ihm zeitweise in einem Krankenhauszimmer lag. Allen Patienten geht es laut RKI gut.
afp
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