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H1N1

Schweinegrippe fordert drittes Todesopfer in Deutschland


In Deutschland gibt es einen dritten Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe. Im Universitätsklinikum Mannheim starb am Freitag ein mit dem Virus infizierter 65-Jähriger, wie das Krankenhaus mitteilte.

Trotz Todesfällen ist die Impfbereitschaft der Deutschen gesunken.

© afp

Derweil geht ungeachtet von weltweit mittlerweile rund 5000 Schweinegrippe-Toten die Impfbereitschaft der Deutschen laut einer Umfrage dramatisch zurück.

Der Mannheimer Uniklinik zufolge litt der verstorbene 65-Jährige an mehreren chronischen Vorerkrankungen. Ob letztlich der Schweinegrippe-Erreger zu seinem Tod führte, stand zunächst nicht fest. Untersuchungen des Erregers ergaben demnach, dass es sich nicht um eine veränderte Variante des Virus handelte. Der 65-Jährige war am Mittwoch mit schwerstem Multi-Organ-Versagen in die Klinik eingeliefert worden. In der Uniklinik Essen war Ende September eine 36-jährige Frau an Schweinegrippe gestorben. In München erlag Anfang Oktober ein mit dem H1N1-Virus infizierter fünfjähriger Junge einer Lungenentzündung.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden von den unterdessen rund 5000 Todesfällen durch Schweinegrippe allein gut 3500 in Nord- und Südamerika verzeichnet. In eine Reihe von Staaten wurden erstmals Todesfälle durch das H1N1-Virus registriert, wie die WHO in Genf mitteilte, darunter im Sudan, Trinidad und Tobago sowie Ruanda.

Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage für den TV-Sender N24 wollen sich derzeit nur noch 13 Prozent der Deutschen sicher impfen lassen - im Juli waren noch 51 Prozent zur Impfung entschlossen. 66 Prozent der Bürger schließen derzeit eine Impfung kategorisch aus. Weitere 20 Prozent sind wenige Tage vor dem Start der bundesweiten Impfaktion noch unentschlossen. Zu Beginn der Impfungen am Montag sollen zunächst Beschäftigte im Gesundheitswesen, bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sowie besonders gefährdete Menschen mit Grunderkrankungen geimpft werden. Ab Ende November kann sich dann jeder impfen lassen, der will.

afp

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