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Schweres Erdbeben erschüttert Mittelitalien

Stärke 6,5 Schweres Erdbeben erschüttert Mittelitalien

Italien kommt nicht zur Ruhe: Nachdem bereits am Mittwochabend zwei schwere Erdstöße das Zentrum des Landes erschütterten, gab es am Sonntagmorgen ein noch schwereres Beben in der gleichen Region. In Rom war es deutlich zu spüren.

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Rom. Ein weiteres schweres Erdbeben hat Mittelitalien erschüttert. Das Helmholtz-Zentrum in Potsdam gab die Stärke am Sonntagmorgen mit 6,5 an, das Zentrum lag demnach südöstlich von Perugia. Das Seismologische Zentrum Europa-Mittelmeer sprach von einer Stärke von 6,6. Das Beben war auch deutlich in Rom zu spüren. Ob es Verletzte oder Schäden gab, war zunächst unklar. Das Beben ereignete sich gegen 7.40 Uhr, laut den Experten in etwa 10 Kilometern Tiefe.

Erst am Mittwochabend hatten zwei starke Erdschöße die Region erschüttert, die bereits vor zwei Monaten von einem verheerenden Beben heimgesucht worden war. ein Mann starb, allerdings an den Folgen eines Herzinfarktes. Es gab mehrere Verletzte, Tausende sind obdachlos. Seither hatte es immer wieder leichte und schwere Nachbeben gegeben.

Bei dem schweren Erdbeben Ende August kamen nach offiziellen Angaben 298 Menschen ums Leben, die meisten in dem Ort Amatrice. Die italienische Regierung schätzte die Erdbebenschäden zuletzt auf rund vier Milliarden Euro. Das Land wird häufig von Erdstößen heimgesucht, die immer wieder verheerende Folgen haben.

Schwere Erdbeben in Italien

Italien wird immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht. Ein Überblick:

26. Oktober: Zwei starke Erdschöße erschüttern die mittelitalienische Region, die bereits zwei Monate zuvor von einem verheerenden Beben heimgesucht wurde. Ein Mann stirbt, Tausende sind obdachlos.

24. August 2016: In Mittelitalien sterben durch ein Beben rund 300 Menschen, die meisten in dem Ort Amatrice.

Mai 2012: Schwere Erdstöße und hunderte Nachbeben erschüttern Nordostitalien. Bilanz: mehr als 25 Tote und ein Milliardenschaden.

April 2009: Ein Erdbeben verwüstet die mittelitalienische Stadt L'Aquila. Es gibt 309 Tote, rund 70 000 Menschen werden obdachlos.

Oktober 2002: Ein Beben lässt eine Dorfschule im mittelitalienischen San Giuliano di Puglia einstürzen. Mehr als 25 Kinder und eine Lehrerin sterben.

September 1997: In den Regionen Umbrien und Marken beschädigt ein Beben die Basilika von Assisi und etwa 9000 weitere Gebäude. Zwölf Menschen sterben.

1990: Bei einem Beben in Ostsizilien kommen 19 Menschen um.

1980: Rund 3000 Menschen sterben bei einem Beben in Süditalien.

1976: Ein Erdbeben in der südostitalienischen Region Friaul verwüstet 30 Orte und kostet mehr als 900 Menschen das Leben.

1908: Das Beben von Messina (Sizilien) kostet nach Schätzungen mehr als 100 000 Menschen das Leben.

dpa

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