Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Schweres Zugunglück fordert mindestens 27 Tote

Frontalzusammenstoß in Italien Schweres Zugunglück fordert mindestens 27 Tote

In Italien sind zwei Regionalzüge frontal zusammengestoßen. Nach bisherigen Informationen sind dabei mindestens 27 Menschen gestorben. Die Rettungskräfte zogen außerdem viele Verletzte aus den schwer beschädigten Waggons. Die Ermittler suchen noch nach der Ursache des Unglück nördlich der Stadt Bari.

Voriger Artikel
Diese Promis verdienen das meiste Geld
Nächster Artikel
Mutter gesteht mehrere Kindstötungen

Beim Zusammenstoß zweier Züge sind in Italien mehrere Menschen gestorben.

Quelle: EPA/ITALIAN FIRE BRIGADE

Rom. Die Zahl der Todesopfer bei dem Zugunglück in Italien ist weiter gestiegen. Mindestens 27 Menschen seien gestorben und weitere 50 Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich, berichtete die Nachrichtenagentur ADN Kronos. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie die beiden Züge vollkommen verkeilt und einige Waggons total zerstört sind.

Bei einem schweren Zugunglück sind in Italien viele Menschen ums Leben gekommen. In der süditalienischen Region Apulien stießen zwei Züge frontal zusammen.

Zur Bildergalerie

"Es gibt viele Tote", sagte der Chef der Einsatzkräfte, Riccardo Zingaro. Die "Bild"-Zeitung zitiert ihn außerdem mit den Worten: "Einige Waggons sind komplett zerstört, die Retter ziehen Menschen aus den Trümmern." In der Regel würden viele Menschen mit diesen Regionalbahnen fahren, vor allem Pendler, schrieb " La Repubblica".

Wer die Bilder von den verkeilten und zersplitterten Waggons sieht, kann nur von dem Schlimmsten ausgehen. Trümmer liegen auf den Feldern und zwischen Bäumen. Die Regionalzüge hatten jeweils vier Waggons, auf Bildern ist zu erkennen, wie mindestens die ersten beiden von jedem Zug vollkommen zerstört sind.

Auf offener Strecke kollidiert

Wie die italienische Zeitung weiter berichtete, kollidierten die Züge auf offener Strecke auf einer eingleisigen Strecke zwischen Ruvo und Corato. Panik sei ausgebrochen, Rettungskräfte eilten zur Unfallstelle. Feuerwehr und Polizei seien im Einsatz. Die Rettungskräfte sollen ein kleines Kind mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht haben. Ein Polizist sprach von schockierenden Bildern, die er gesehen habe. Menschen hätten geweint und um Hilfe gebeten, berichtete er der Zeitung. Es sei der schlimmste Einsatz seines Lebens. 

Ministerpräsident Matteo Renzi brach eine Rede in Mailand ab und kündigte seine sofortige Rückkehr nach Rom an. "Das ist ein Augenblick für Tränen, in dem wir arbeiten müssen, um die Opfer und Verletzten zu bergen", sagte er. Die Tragödie müsse umfassend aufgeklärt werden, fügte er hinzu. "Wir werden nicht ruhen, bis wir Klarheit haben", sagte Renzi nach Angaben von "La Repubblica". Der Bürgermeister der Gemeinde Corato, Massimo Mazzilli, sprach von einer Katastrophe, "als wenn ein Flugzeug abgestürzt wäre".

Menschliches Versagen?

Ermittler schlossen menschliches Versagen nicht aus. Einer der beiden Züge soll an einem Bahnhof auf grünes Licht gewartet haben und dann auf der eingleisigen Strecke zwischen den Städten Corsato und Andria gefahren sein. Betrieben wird der Zug von dem privaten Unternehmen Ferrotramviaria.

Ende Juni 2009 waren bei einem schweren Zugunglück in der toskanischen Küstenstadt Viareggio 26 Menschen ums Leben gekommen. Damals entgleiste ein Güterzug, ein mit Flüssiggas gefüllter Waggon explodierte. Es war das schwerste Zugunglück in Italien seit mehr als 20 Jahren.

Der Unfall in Italien ruft Erinnerungen an das Zugunglück im bayerischen Bad Aibling wach: Im Februar starben zwölf Menschen, als auf der ebenfalls eingleisigen Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen zwei Nahverkehrszüge frontal ineinander rasten.

afp/dpa/RND/wer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.