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Erfundener Überfall: Lochte droht Gefängnis

Wegen Falschaussage Erfundener Überfall: Lochte droht Gefängnis

 Er wurde an einer Tankstelle überfallen – das behauptete der amerikanische Olympia-Schwimmer Ryan Lochte. Alles gelogen, stellte sich heraus. Seine Lügengeschichte hat jetzt ein juristisches Nachspiel.

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Die Lügengeschichte von Olympionik Ryan Lochte, über einen angeblichen Raubüberfall an einer Tankstelle, haben ein juristisches Nachspiel

Quelle: Patrick B. Kraemer/dpa

Rio de Janeiro. Die brasilianischen Behörden haben im Fall Ryan Lochte Strafanzeige wegen Falschaussage gegen den US-Schwimmstar gestellt. Das gab die Polizei in Rio de Janeiro bekannt.

Der sechsmalige Olympiasieger hatte während der Sommerspiele in Rio de Janeiro behauptet, am Rande der Wettbewerbe mit vorgehaltener Waffe überfallen worden zu sein. Dies entsprach nicht der Wahrheit.

Drohende Gefängnisstrafe

Dem 32-Jährigen könnte aufgrund der Anzeige sogar eine Gefängnisstrafe drohen, berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf die Ermittlungsbehörden. Die Polizei machte dazu allerdings offiziell keine Angaben. Der Fall liegt nun bei Gericht. Ob Lochte vorgeladen wird, liegt nun im Ermessen der zuständigen Richter.

Lochte und seine US-Teamkollegen Gunnar Bentz, Jack Conger und James Feigen hatten an einer Tankstelle randaliert und später für den entstandenen Sachschaden bezahlen müssen. Erst mit einigen Tagen Verzögerung hatte Lochte am vergangenen Sonntag um Verzeihung gebeten und „unreifes Verhalten“ eingestanden. „Ich habe bei der Story stark übertrieben. Deshalb übernehme ich die volle Verantwortung“, sagte Lochte beim TV-Sender NBC. Wegen seiner Lügengeschichte verlor Lochte bereits sämtliche persönlichen Sponsoren.

SID/RND

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